Te Deum C-Dur, WAB 45

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Te Deum C-Dur, WAB 45
Soli, vierstimmiger gemischter Chor, großes Orchester und Orgel ad libitum

1. Entwurfsfassung 1881 (bisher nicht veröffentlicht)
2. Endgültige Fassung 1884

Erstdruck: 1885 (Rättig); Klavierauszug Josef Schalk
NGA XIX (Nowak, 1962)

Van Zwol Bruckner-Biografie 694ff.




Die Aufnahmen im historischen Überblick
Vom Te Deum gibt es nur eine vollendete Fassung; die einzelnen Partituren weichen offenbar nur in unbedeutenden Details voneinander ab. Das Te Deum ist in fünf Abschnitten gegliedert, die durch ein Fermatezeichen und einen Doppelstrich voneinander getrennt sind; die einzelnen Abschnitte sind, anders als z.B. bei den Symphonien, nicht mit einer Nummer versehen, die Zäsuren sind nach allgemeiner Ansicht nur als Gliederungsmittel bzw. als Pausen zu sehen und kündigen nicht einen neuen Satz an, und deshalb sollten sie auch nicht zu lange dauern. Bei den nachfolgenden Besprechungen werden deshalb, entsprechend der Nowak-Partitur, die Takte durchgehend gezählt; manche andere Ausgaben zählen pro Abschnitt (z.B. der Klavierauszug von Peters). Zur Übersicht hier die Abschnitte mit Taktangaben und Grundtempi:
I      Te Deum         (Takt 1-174)          Allegro. Feierlich mit Kraft
II     Te ergo           (Takt 175-212)      Moderato
III    Aeterna fac      (Takt 213-256)      Allegro
IV    Salvum fac       (Takt 257-365)      Moderato - Allegro
V     In te, Domine   (Takt 366-507)      Mäßig bewegt - Im gleichen gemäßigten Tempo - Alla breve

Von den Solisten hat der Tenor die wichtigste Partie, gefolgt vom Sopran; Bass und Alt singen eigentlich nur im Quartett mit, der Bass hat eine einzelne kurze solistische Phrase, der Alt keine. Die Orgel ist ad libitum und tritt nur in massiven Chorpassagen (zwischen f und fff) in Erscheinung zwecks Erzeugung einer eindrucksvollen Klangbasis. Auf manchen Aufnahmen ist sie prominent anwesend und sorgt für einen dröhnenden Gesamtklang, bei anderen lässt sich manchmal nur anhand des Beiheftes feststellen, ob überhaupt eine Orgel mitwirkt.

Beim Anhören der vielen Aufnahmen des Te Deums entsteht der Eindruck einer gewissen Einförmigkeit; anscheinend gibt es nicht allzu viel Spielraum für Nüancen und für "Interpretation". Entscheidend ist so vor allem das Gesamtkonzept des Dirigenten, das musikalische Niveau der Interpreten und die aufnahmetechnische Qualität. Charakteristisch für das Te Deum ist der Kontast zwischen Monumentalität und Intimität. Die Monumentalität wird vom Chor erzeugt, begleitet von den Streichern, den Blechbläsern, den Pauken und der Orgel, die Intimität herrscht vor allem in den Passagen der Solisten vor, begleitet von Streichern und Holzbläsern und stellenweise vom Chor; die 'monumentalen' Szenen werden von einem schnelleren Tempo und einem prägnanten Rhythmus in der Streicherbegleitung vorangetrieben, während die intimen Abschnitten lyrisch geprägt sind. Dieses Pendeln zwischen Kontrasten hat große emotionale Wirkung; in manchen Aufnahmen klingen die Chorabschnitte allerdings wie ein Dauerforte, quasi wie ein vorbeibrausender Güterzug, und schlagen den Hörer tot. Ritardandi hat Bruckner nur an wenigen Stellen vorgeschrieben, aber manche Dirigenten machen von diesem Stilmittel einen wohl ziemlich ausgiebigen Gebrauch, vielleicht um auf diese Weise die zwingende Motorik der Chorabschnitte abzufedern; Monumentalität droht so aber in Pathetik abzugleiten. Der Eindruck einer gewissen Einförmigkeit entsteht manchmal auch dadurch, dass die dynamischen Vorschriften nicht beachtet werden; das gilt sowohl für die Chorpassagen wie für die solistisch geprägten Abschnitte. Die beiden Tenorabschnitte z.B. (II, IV) sind immer wieder steigerungsmäßig aufgebaut, von p über mf bis zu f, aber viele Solisten bzw. Dirigenten lassen dies außer acht, so dass die von Bruckner intendierten Steigerungen auf der Strecke bleiben.

Bei den Aufnahmen des Te Deums handelt es sich in vielen Fällen um Live-Mitschnitte, in manchen Fällen außerdem um Piratenausgaben, deren Klangqualität nicht optimal ist. 

Für den Grad der Beliebtheit des Te Deums gibt es diverse Indizien. Erstens gibt es vom Te Deum viele reguläre LP- und CD-Ausgaben, herausgebracht von den großen Labels; sie betreffen die Mehrzahl der Aufnahmen. Weiter gibt es, im Vergleich zu den anderen Chorwerken, relativ viele illegale Ausgaben; diese betreffen dann, wie übrigens auch bei den Symphonien, ausnahmslos berühmte Dirigenten: Jochum, Karajan, Mehta, Münch, Szell, Walter. Drittens gibt es, allem Anschein nach in zunehmendem Maße, eine Reihe nicht-professioneller Aufnahmen, meistens Live-Mitschnitte - anscheinend ist der technische Schwierigkeitsgrad geringer als bei anderen Chorwerken, so dass das Te Deum mit Abstand Bruckners beliebtestes großes Chorwerk darstellt. Dass eine solche Beliebtheit für die Diskografie leider nicht immer ein Segen ist, erhellt aus einer Durchmusterung der vielen Aufnahmen des Locus iste, von denen manche über den Hobby-Status nicht hinauskommen. Andererseits ist Bruckners Te Deum nicht hauptsächlich die Domäne der Chordirigenten, darunter berühmte wie Best, Forster, Messner, Ortner oder Rilling, sondern wird auch regelmäßig von solchen Dirigenten ins Programm genommen, die sich sonst eher dem symphonischen Repertoire widmen, darunter ausgewiesene Bruckner-Dirigenten wie z.B. Andreae, Asahina, Barenboim, Celibidache, Haitink, Jochum, Karajan, Klemperer, Matacic, Wallberg, Welser-Möst, aber auch Dirigenten, die sich sonst eher peripher mit Bruckner beschäftigen, wie etwa Mehta, Münch, Ormandy, Ozawa oder Szell.

Die chronolgische Streuung der Aufnahmen über die Jahrzehnte ab 1950 (vor 1950 gibt es nur wenige Aufnahmen) weist Schwankungen auf: 1950er 7, 1960er 16, 1970er 13, 1980er 7, 1990er 22, 2000er 23 (Ausgaben mit nur Fragmenten wurden nicht berücksichtigt). In den 1950er Jahren war Bruckner international erst wenig bekannt, in den 1990er Jahren gab es Bruckners 150. Geburtstag (allein aus 1996 stammen 5 Aufnahmen), und die große Aufführungsdichte mag als Katalysator gewirkt und auch nicht-professionelle Chöre auf das Werk aufmerksam gemacht haben. Nicht alle Aufnahmen können in diesem Überblick Revue passieren, in einigen wenigen Fällen, weil zu wenig Daten über sie bekannt waren, in den meisten Fällen aber, weil sie nicht zur Verfügung standen: einige ältere Aufnahmen waren nicht mehr greifbar, andere, meist neuere nicht-professionelle, weil sie offenbar vor allem chorintern vertrieben werden/wurden. In der alphabetischen Liste sind alle bekannten Aufnahmen verzeichnet.

Gatz hat bereits 1927 zwei kurze Fragmente des Te Deums aufgenommen; die früheste erhaltene vollständige Aufnahme ist ein Live-Mitschnitt aus 1937 unter Walter. Die Streicher klingen dünn, die Blechbläser dominieren die Tutti-Passagen, der Ton sackt manchmal etwas ab, aber als Ganzes ist die Aufnahmequalität sehr akzeptabel. Die Interpretation weist manche Eigenheiten auf, die für den Musizierstil aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnend sind: Die Solisten singen mit leichtem Vibrato, es gibt Portamenti, die Tempi sind flexibel. Trotzdem ist dies auch heute noch eine eindrucksvolle Aufnahme. Die ff-Passagen sind wuchtig und heftig, mit teils starken Akzenten. In den Chorsätzen wirkt das Tempo drängend, mit durchgehaltenem aber immer wieder leicht variiertem Tempo. Auch in der Dynamik erlaubt sich Walter Freiheiten, etwa in I in der Passage 129-135, wo Bruckner durchgängig ff vorschreibt, wo Walter nach dem ff in 129 ("Tu ad liberandum")ein Diminuendo einbaut, dann T. 133 erneut ff spielen lässt, wieder sofort gefolgt von einem Diminuendo, das die Partitur erst ab 136 vorschreibt. In II ranken sich die Stimmen der Solisten weich und lyrisch um das Tenorsolo; das Diminuendo gegen Ende (207) ist sehr schön geraten. In IV gibt es hie und da leichte Ungleichheiten, auch beim Solistenquartett, die aber der Schönheit der Stellen kaum Abbruch tut. Walter lässt den Chor T. 305-310 beim Ausgang des Moderato fast flüstern, so dass der darauf unmittelbar folgende ff-Einsatz des Allegro ("Per singulos") den Hörer fast wie ein Donnerschlag trifft. Wie manche andere Dirigenten nach ihm auch flicht Walter im Tempo von V diverse extra Beschleunigungen und Verzögerungen ein, die das Ganze zwar sehr lebhaft und dynamisch machen, die Einheitlichkeit des Abschnitts aber gefährden können. Der abgehackte letzte Akkord des Werkes wirkt fast provozierend brüsk. Es gibt insgesamt drei Aufnahmen des Te Deums unter Walter (1937, 1953, 1955) und sie gehören alle drei zu den schnelleren; nur Ormandy und Janigro laufen ihm da wörtlich den Rang ab. Walters Brucknerstil unterscheidet sich in diesem Punkt deutlich von den Aufassungen, wie sie sich vor allem seit den 1980er Jahren etabliert haben, wo oft ein feierlicher, gemessen einherschreitender, fast statischer Bruckner zelebriert wird.

Auch die nächste Aufnahme unter Messner (1949) ist ein Live-Mitschnitt, was der Grund für einige Ungenauigkeiten beim Chor sein mag, obwohl dieser nicht schlecht singt; die Solisten sind gut. Die Tempokontraste in dieser Aufführung sind groß. I ist mit 06'07 ziemlich schnell (nur wenig langsamer als bei Jochum 1950). II dagegen wird richtig ausgesponnen, die Solisten können auf Details achten wie z.B. Dynamik und Ausdruck - der Tenor bekommt die Gelegenheit, seinen Part richtig zu gestalten, er singt mit viel Ausdruck und gleichzeitig kräftig. Der Nachteil dieses langsamen Tempos ist allerdings, dass II eher wie eine Grabmusik als wie eine Hymne klingt... III wird dann sehr schnell gesungen, wodurch wieder ein großer Kontrast entsteht, sowohl zu II wie zu IV hin, dessen erster Teil (Moderato) wieder langsam ist; dabei ist 06'50 für IV an sich schon langsam - wie etwa bei Karajan - aber wenn man bedenkt, dass das anschließende Allegro ("Per singulos") bei Messner schneller ist als bei Karajan, geht daraus hervor, dass es diesen Kontrast auch innerhalb des Abschnitts gibt. In V hält sich Messner ziemlich genau an die Tempovorgaben, auch wenn die Fuge ("Im gleichen gemäßigten Tempo") etwas beschleunigt wird, und am Ende, bei T. 494, wo Bruckner für die Koda ein Accelerando vorschreibt, wird kräftig beschleunigt für einen wirkungsvollen Abschluss, bei dem die Solisten (auf alle Fälle die Sopranistin) mit dem Chor mitsingen. Kein Zweifel: dies ist eine Aufführung mit Présence! Leider ist die Klangqualität eher bescheiden; die Geigen klingen sehr scharf, die Aufnahme hat wenig Bass, an fff-Stellen klingt sie blechern, und an manchen Stellen ist der Klang etwas brüchig - was möglicherweise alles mit der unmittelbaren Nachkriegszeit zusammenhängt.

1950 erscheint die erste Studio-Aufnahme Jochums. Sie erfüllt deutlich höhere klangliche Ansprüche als die beiden vorigen Aufnahmen; für ihr Alter ist der Klang erstaunlich gut, die Orgel ist als Fundament deutlich hörbar, auch das Orchester ist gut aufgenommen. I ist mit 05'58 zügig, ohne übereilt zu wirken. Es ist eine gleichmäßige und zugleich heftige Interpretation. Repetierende Motive im Orchester werden herausgearbeitet, ohne dass sie vorherrschend sind. Der Chor vermittelt Majestät, die Solisten überzeugen, wenn auch Tenor und Sopran ein wenig zur Pathetik neigen. II ist beschaulich, eher langsam. Der Tenor setzt sich, anders als bei manchen anderen Aufnahmen, nicht in Szene, sondern bringt wirklich, dem Text entsprechend, eine Bitte vor; gleiches gilt mutatis mutandis für IV. Jochum macht spürbar, dass dieses Werk in der Religion wurzelt und nicht nur ein Stück Musik ist, das man möglichst schön spielen soll. Obgleich Jochum partiturgetreu vorgeht, erlaubt er sich bei der Tempogestaltung ab und zu kleine Freiheiten, wie z.B. in V, unmittelbar vor Anfang der Fuge (T. 396), wo er verzögern lässt - ein beliebter Eingriff an dieser Stelle. Insgesamt gibt es vier Aufnahmen des Te Deums unter Jochum (1950, 1954, 1965 und 1977), von denen man der von 1965 den Vorzug geben mag.

Karajan hat das Te Deum zahllose Male gespielt; Hunt zählt in seiner Karajan-Diskografie insgesamt zwölf Aufnahmen auf, von denen bisher neun auf Tonträger erschienen sind; bei den meisten handelt es sich um Live-Mitschnitte, entweder von den offiziellen Rundfunkbändern oder, bei den Piraten, von privaten Mitschnitten. Karajan betont das Monumentale des Werkes und seine Tempowahl entspricht dem: Bis auf eine Ausnahme dauern die Aufnahmen über 24 Minuten, eine sogar fast 26 Minuten. Zum Vergleich: Jochum brauchte 1950 22'19. Der Unterschied zwischen seinem Zugriff und dem Jochums ist denn auch groß. Die erste Karajan-Aufnahme ist ein Live-Mitschnitt ist von 1952, eine Aufnahme mit harschem, breiigem Klang, manchmal brüchig oder verzerrt, und an leiseren Stellen ist der Brummton des Rundfunkempfangs hörbar. Die Balance der Aufnahme ist mäßig: So werden die Solisten regelmäßig vom Orchester überdeckt. Der Chorklang ist oft schwammig. Und nicht nur die Aufnahmetechnik ist enttäuschend, auch musikalisch gibt es hier wenig zu genießen. Der Chor singt manchmal ungleichmäßig (z.B. 251-255) und mit ziemlich schmierendem Vibrato, Posauneneinsätze (209-211) sind ungleichmäßig - Karajan ist hier weit von seinem sonstigen Perfektionismus entfernt. Wenn man die fast zeitgleich entstandenen Aufnahmen von z.B. Jochum und Andreae zum Vergleich heranzieht, fällt auf, wie schwerfällig hier das Eingangstempo von I klingt. In IV ist das "Per singulos" (Allegro!) womöglich noch langsamer als der Anfang von I. In V bei 439, kurz vor dem "a tempo", retardiert Karajan so stark, dass die Musik fast zum Stillstand kommt, auch das darauf folgende "non confundar" (443) verläuft äußerst langsam - wenn man zuvor Jochum oder Andreae oder vor allem Walter gehört hat, hat man das Gefühl, in eine Slow-Motion-Welt versetzt worden zu sein! Die Kontraste zwischen den einzelnen Abschnitten werden auf diese Art und Weise weitgehend eliminiert. "A tempo" scheint Karajan in diversen Aufnahmen übrigens als Aufforderung zu sehen, (noch) langsamer zu spielen.

Walter nahm das Te Deum 1953 für die Schallplatte auf. In punkto Tempowahl gibt es zwischen seinen drei Aufnahmen keine gravierenden Unterschiede: 19'34 (1937) - 19'47 (1953) - 20'17 (1955) - das ist zwar jedes Mal etwas langsamer, aber kaum merkbar. Bei der Aufnahme von 1953 ist der 1. Abschnitt fast eine halbe Minute langsamer als 1937 (05'44 gegen 06'09), dafür ist aber V etwas schneller (05'06 gegen 04'53). Im Vergleich zu 1937 sind die Abweichungen von der Partitur minimal, nur bei der Verwirklichung der dynamischen Vorschriften erlaubt Walter sich auch jetzt kleinere Freiheiten. Dennoch klingt die Aufnahme ganz anders. Das liegt zunächst einmal an den Solisten, die hier nicht 'weich', sondern 'hart' klingen. Möglicherweise liegt das an der Aufnahme, die den Solisten nicht freundlich gesinnt ist; in Bezug auf Gesangstechnik  gibt es an ihnen wenig auszusetzen, aber der Tenor bleibt stimmlich sehr neutral und der Bass klingt etwas schwerfällig. Insgesamt wirkt diese Interpretation einheitlicher, mehr als monolitischer Block als die Aufnahme von 1937, aber auch glatter, weniger individuell. Trotzdem ist es eine künstlerisch durchaus befriedigende Aufnahme. 

Andreae (1953) ist mehr als eine Minute langsamer (20'56) als Walter, seine Aufnahme gehört aber trotzdem zu den schnelleren. Andreaes Aufnahme wirkt lebendig, und dennoch können sich die drei Solisten in ihrem kurzen Solo in I trotz des zügigen Tempos entfalten und tatsächlich "ausdrucksvoll" singen, sehr melodisch und unangestrengt, als wäre die Musik die einfachste der Welt! Andreae verfügt über gute Solisten, wobei der Tenor zwar ein wenig zur Pathetik neigt, aber eine schöne Stimme hat. Der Chor ist manchmal etwas unpräzise, wirkt aber überzeugend. Obgleich Andreae besonders II etwas schneller nimmt als der Durchschnitt der Dirigenten, wirken die Mittelsätze II und IV beruhigend zwischen den sie umgebenden aufputschenden Chorsätzen. Es ist eine eindrucksvolle und gleichzeitig gradlinige Interpretation. Das Orchester klingt kompakt, es gibt keine Extratouren für einzelne Instrumente. Im Hinblick auf das Aufnahmedatum bietet die Aufnahme einen erstaunlich guten Live-Klang.

Jochums Aufnahme aus 1954 ist ein Live-Mitschnitt. Interpretatorisch weicht sie nicht grundlegend von der ersten Aufnahme (1950) ab - sie ist um eine Spur schneller als diese, ansonsten aber ist Jochums Sicht auf das Te Deum sehr konsistent, und das gilt für alle seine Aufnahmen dieses Werkes. I und III sind wieder sehr zügig, II ist vielleicht noch etwas inniger als in der vorigen Aufnahme, auch hier liefert die Orgel das Fundament. Jochum weiß der Aufführung eine gewisse Inbrunst mitzugeben, interpretiert aber ohne Extravaganzen und ohne Manipulationen der Partitur, abgesehen von einigen diskreten Retardierungen (etwa in V vor dem Alla breve, T 485). Das Solistenquartett ist vielleicht etwas homogener. Die Aufnahme hat einen guten Klang, der etwas räumlicher wirkt als in der Aufnahme von 1950, das Orchester ist gleichberechtigt neben dem Chor, die Solisten haben anscheinend kein eigenes Mikrofon - als ob sie hinter dem Orchester stünden. Der Klang ist etwas schlanker als in der ersten Aufnahme. Im Grunde sind 1950 und 1954 vergleichbare Interpretationen, vielleicht wirkt 1950 etwas zwingender, aber dafür ist der Klang von 1954 differenzierter.

Walters letzte Aufnahme des Te Deums ist ein Live-Mitschnitt aus 1955. Trotz des geringen zeitlichen Abstands zu der kommerziellen Aufnahme von 1953 gibt es doch interpretatorische Unterschiede. Der Anfang von I etwa wirkt viel gemessener und langsamer als in beiden vorigen Aufnahmen, während an anderen Stellen mehr Effekt generiert wird, etwa bei dem Crescendo der Pauken (155-160), wo 1953 gedämpfter wirkt, gleichsam ohne scharfe Kanten, oder bei dem heftigen Anfang von III, das mit einem knallenden Paukenschlag öffnet - müßig die Frage, ob 1953 der Aufnahmeleiter Walter in Schach gehalten hat (wie das auch Toscanini widerfuhr), oder ob der Operndirigent Walter 1955 wirkungsvolle Akzente setzen wollte - eine einmalige Live-Aufführung hat eine andere Ästhetik als eine immer wieder abrufbare Schallplatte. Zwecks dramatischerer Wirkung werden auch jetzt Dynamikvorschriften frei umgesetzt. Die Aufführung wirkt in den schnellen Abschnitten drängend, und die letzte Viertelnote ist wieder kurz wie vorgeschrieben, nur die Orgel spielt eine Viertelnote länger! Damit wären wir bei den Unvollkommenheiten der Aufnahme gelandet. Das Zusammenspiel ist manchmal etwas ungleich, die Solisten (besonders der Tenor)singen mit mehr Vibrato als in der Aufnahme von 1953, und Chor und Violinen tun's ihnen nach, das Solo des Tenors in II mutet dadurch opernhaft an, und in IV singen Tenor und Bass schwerfällig und altmodisch-pathetisch. Auch klangtechnisch vermag die Aufnahme nicht zu begeistern: Die Solisten klingen manchmal unschön scharf (wie in II), der Klang ist manchmal etwas faserig, an manchen Stellen sind die Bläser kaum hörbar, an anderen schmettert das Blech. Fazit: klanglich sehr mäßig, das Solistenquartett (eigentlich vor allem Tenor und Bass) unbefriedigend, und die wiederholten dynamischen Freiheiten muss man mit in Kauf nehmen. Wer eine Aufnahme dieses Werkes unter Walter haben möchte, ist besser beraten mit der Aufnahme von 1937 oder, wenn er eine 'abgeklärtere' Version sucht, mit der von 1953.

Forster (1956) stellt seine Interpretation in eine klassische Tradition, wie auch bei seiner Aufnahme der 3. Messe. Von Anfang an ist klar: Es geht um Klarheit und Durchsichtigkeit, nicht um subtile Nüancen, um romantisches Schwelgen in Klangeruptionen oder gar um Pathos. Der Anfang von I klingt energisch, die Noten werden deutlich artikuliert, die Solisten bemühen sich ebenfalls um Klarheit und singen mit relativ wenig Vibrato, aber dieser energische Zugriff hat auch eine Schattenseite: beim Chor klingt das pp ziemlich laut, z.B. bei "Sanctus" (I, 45-47) oder "aperuisti" (146-148). Der Drang nach Klarheit erstreckt sich auch auf die Rhythmik, wenn der Chor, etwa bei "Patrem immensae majestatis" (99-112), fast im Marschrhythmus singt (erst ab 125 steht "marcato" in der Partitur!). Der Tenor singt sein Solo in II nicht weich oder gar schleifend, sondern mit klarer Diktion. Aufnahme und Interpretation sind gleichermaßen transparent. III erklingt wie I energisch, aber besonders hier wird deutlich, dass die dynamische Spannweite zwischen pp und fff nicht besonders groß ist, und so geht der Klimax auf "fac" (223, fff) nahezu unbemerkt vorbei: das fff ist anscheinend schon früher erreicht worden. Seine Wirkung auf den Hörer verfehlt der Abschnitt trotzdem nicht. Dass der Chor zu einem pp in der Lage ist (wer sollte übrigens daran zweifeln?), zeigt er in IV bei "hereditati tuae" (288-291), sogar mit anschließendem Diminuendo! Obgleich Forster auch das "mäßig bewegt" in V relativ schnell nimmt (05'49), hat der Satz etwas Gemessenes und dadurch bekommt der Schluss Gewicht. Gegen Ende hin bleibt die Beschleunigung begrenzt; die Interpretation strebt auch hier nach Maß, nicht nach einem aufpeitschenden Abschluss. Allerdings baut Forster dann in den letzten Takten ein starkes, in der Partitur nicht vorgesehenes Ritardando ein, was der Vorwärtsbewegung Abbruch tut. Selten aber klingen die Trompeten so triumphierend durch wie hier ab 489. Alles in allem eine Aufnahme, in der zwar nicht alles befriedigt, die aber dennoch Eindruck macht: eine klare Vision, ein schönes Solistenquartett, und ein ausgezeichneter Chor. Eine Orgel macht sich nicht bemerkbar.

1960 führte Westlund das Te Deum live auf, und von diesem Konzert gibt es einen Mitschnitt auf LP. Es ist eine etwas merkwürdige Interpretation. Die Solisten scheinen sich in der Aussprache des Latein nicht sehr gut auszukennen: der Sopran pflegt bei manchen Wörtern eine italienische Aussprache, der Tenor singt es unschön und manchmal unverständlich (so scheint er beim Salvum fac T. 257 einen anderen Text zu singen). Der Dirigent greift manchmal zu partiturfremden Ritardandi und Accelerandi, in V sogar beim Solistenquartett (T. 383, 440), und beim Alla breve (T. 485) wird auf einmal Gas gegeben, so dass das in der Partitur vorgegebene Accelerando (bei 494)  da technisch nicht mehr möglich ist, der Schluss erinnert an den Galopp am Ende von Rossinis Wilhelm-Tell-Ouvertüre - Bruckner hätte sich wahrscheinlich beschwert: "Und kirchli ist do' nöt!" (1884 zu Göllerich anlässlich einer Aufführung von Berlioz' Te Deum in Wien). Das Solistenquartett singt ungleich und klingt nicht homogen, Chor und Orchester musizieren ungleich, das schwachbrüstige Orchester ist dem Chor nicht gewachsen und spielt auf Liebhaberniveau. Außerdem ist die Aufnahme technisch schlecht, wobei die Akustik eine negative Rolle spielen mag, und schließlich weist die Platte an ff-Stellen starke Verzerrungen auf.
 
Karajans Salzburger Aufnahme aus 1960 revidiert das negative Bild, das die von 1952 hinterlassen hatte. Obgleich die Zeitdauer von I genau so lang ist wie die frühere Aufnahme, wirkt sie jetzt in keiner Hinsicht schwerfällig. Die Spannweite zwischen pp und fff ist groß (vgl. 129 versus 137). Orchesterdetails werden hörbar, ohne aufdringlich zu sein. Vor allem in den Chorsätzen lässt sich Karajan die Möglichkeiten, Details effektvoll herauszustreichen, nicht entgehen. Das "Aeterna fac" (III) setzt mit heftigen Paukenschlägen ein, ebenso das "Per singulos" (IV); nach dem "usque in aeternam" des Bass-Solisten streicht er 300/301 die tiefe Note der Celli besonders heraus, die Bässe sind kaum hörbar. In V werden die Takte vor dem "a tempo" (443) fast im Zeitlupenmaß gespielt, und außerdem wirklich pp, so dass das darauf folgende "Alla breve" magistral wirkt; am Ende rhythmisieren Trompeten, Posaunen und Pauken den triumphalen Chorgesang. Es gibt kaum ein Ritardando, die Schlussnote ist knapp - imposant und eindrucksvoll. Ob eine Orgel mitspielt, lässt sich nicht feststellen. Dennoch ist dies keine ideale Aufnahme, obgleich sie in punkto Dynamik und Orchesterbalance ausgewogen ist; ein Grund liegt bei den Frauenstimmen des Chores, die in hohen Lagen bei fff-Passagen an ihre Grenzen stoßen, ein anderer bei dem Tenorsolisten, der zwar über eine schöne und große Stimme verfügt, aber sehr nachdrücklich und fast pathetisch singt; das "benedic" (IV, 270ff.) wirkt fast larmoyant.

Dass eine Aufnahme unter Klemperer (1961) existiert, verdanken wir Klemperers Persistenz: Als  EMI-Boss Walter Legge kein Interesse an einer Aufnahme des Te Deums zeigte, hatte Klemperer keine Bedenken, es bei der BBC zu versuchen, und so kam es zu einem Konzert, dessen Mitschnitt in den BBC-Archiven erhalten blieb. Es ist eine Interpretation, die überall die Handschrift des Maestros trägt: Nicht Schönklang steht im Vordergrund, sondern Klarheit und Strenge. In I schreitet die Musik kräftig aus, klingt feierlich, das Tempo langsam, ohne Verzögerungen außer da, wo die Partitur sie vorschreibt. Auch die Solisten fügen sich in diese Auffassung ein, sie sind weniger auf Kantabilität als auf Klarheit fokussiert. Wo viele Dirigenten (unter denen z.B. Karajan) die Posaunen und Basstuba am Ende von II (209-211) weich, 'angehaucht' spielen lassen, klingen die vier Akkorde bei Klemperer sehr klar und abgemessen. In V schlägt Klemperer ein straffes Tempo, von dem er nur selten abweicht, etwa vor dem Accelerando (493) und in den letzten Takten, wo es ein stärkeres Ritardando gibt und der letzte Akkord etwas gedehnt wird; dazwischen gibt es kein Accelerando, aber die Musik klingt trotzdem bewegt. Dass die Musik imposant wirken soll, scheint bei Klemperer nicht im Vordergrund zu stehen, es geht vielmehr um den Geist der Musik. Einige kleine Mängel sind trotzdem zu verzeichnen; an einer Stelle (III, 247/248) ist der Chor ungleich, der Tenor singt manchmal den lateinischen Text mit englischer Aussprache (in IV: "salvum fec populum", wiederholt), das pp ist manchmal etwas laut (obgleich die dynamischen Angaben der Partitur generell beachtet werden), etwa beim Tenor in II, oder beim Chor in IV bei "quem ad modum" (356ff.) und "non confundar" (443/445). Die Aufnahmequalität ist befriedigend (wenn man davon absieht, dass die Stimme des Tenors in II hohl klingt, wie in einem luftleeren Raum). Eine sehr interessante Aufnahme!

Eine Rarität ist der Live-Mitschnitt unter Münch, ebenfalls aus 1961. Dass Münch manchmal einen 'kreativen' Umgang mit Partituren hatte, beweist der erhaltene Live-Mitschnitt einer Aufführung der Siebenten Symphonie, wo Münch Bruckner ziemlich übel mitspielt; beim Te Deum sind die Eingriffe weniger gravierend, aber 'linientreu' ist seine Interpretation auch dort nicht. Der Anfang von I ist von militärisch anmutender Straffheit; obgleich die Zeitdauer von 06'34 eher im durchschnittlichen Bereich liegt, entsteht dennoch der Eindruck von Kraft und bestimmt nicht von Langsamkeit, wie etwa bei Karajan, der manchmal nur einige Sekunden langsamer ist. Die Solisten singen im gleichen zügig anmutenden Tempo mit, wodurch diese Stelle (I, 15-42) etwas Atemloses bekommt. Die Solisten singen mit wenig Vibrato, fast nüchtern, aber im Stil der Aufführung. Das "sehr ruhig" (146) wird penibel befolgt, aber gleich darauf wird erneut eingeheizt. Die exakte, klare Spielweise mutet undeutsch an, ist aber wirksam. Klemperer und Münch sind ähnlich analytisch, aber Münch ist bei der Umsetzung, anders als Klemperer, exuberant. Auch in II ist das Tempo relativ flott, schneller als z.B. bei Jochum und Klemperer. Leider scheint der Tenor seine Stimme nicht ganz unter Kontrolle zu haben; eigentlich hat er eine schöne Stimme, aber er hat die Neigung, hohe Noten herauszuschleudern (z.B. IV, 269, bei "populum"), auch ist seine Aussprache des Lateinischen englisch (oder amerikanisch) angehaucht. Wiederholt greift Münch zwar nicht in die Notengestalt, aber wohl in die Agogik des Stückes ein. In III 233 kombiniert er das Diminuendo sempre mit einem Ritardando, das Bruckner erst acht Takte später vorschreibt; das Ritardando führt 247/248 fast zu einem Stillstand der Musik, wonach dann das "a tempo" 249 sehr wirkungsvoll subito das erste schnelle Tempo wieder aufnimmt. Auch in IV gibt es einen ähnlichen Vorgang: ein starkes, vorgezogenes Ritardando (bei 338, "Domine", statt erst bei 351) und auch hier dann zum Schluss fast völliger Stillstand, um so einen Kontrast mit dem "mäßig bewegt" von V zu bewirken. Das "In te Domine" (V, 366) startet furios, beruhigt sich aber beim "non confundar" (379); die Fuge gerät dann wieder, obgleich Bruckner ausdrücklich das gleiche Tempo verlangt, etwas schneller, ein Ritardando bremst, worauf das "a tempo" (443) wieder einen etwas schnelleren Passus einleitet. Ab 493 setzt dann, von der Orgel deutlich unterstützt, ein heftiges Accelerando ein mit einem nicht-gedehnten Schlussakkord. Die Dynamikvorschriften bleiben dabei z.T. auf der Strecke. Die Einheit des letzten Abschnittes wird so stark beeinträchtigt - bei einer Aufführung, die ansonsten Eindruck macht. 

Karajans Aufnahme von 1962 unterscheidet sich von all seinen anderen dadurch, dass diese mit Abstand die schnellste ist: 22'11, während die sonstigen Aufnahmen über 24' liegen, und zwar gilt das schnellere Tempo für alle Abschnitte. Leider befriedigt der Live-Mitschnitt aufnahmetechnisch nicht. Die Spannweite zwischen pp und fff ist geringer als bei anderen Karajan-Aufnahmen, der Klang besonders der Tutti-Passagen ist dumpf, im Alla breve (V) überstimmen die Pauken das ganze Orchester, was auf eine ungünstige Mikrofonaufstellung hindeuten kann, und vielleicht ist das auch der Grund, warum im Tenorsolo in II alles mit nahezu der gleichen Lautstärke erklingt. Außerdem ist das Gesamtklangbild unerfreulich unruhig. Bei dieser Stümperei könnte einem der Verdacht kommen, dass möglicherweise die schnelleren Tempi nicht authentisch sind - es wäre nicht das erste Mal, dass bei einer Piratenausgabe die Tempi technisch manipuliert worden wären... Die positiven Leistungen der Interpreten können die Aufnahme nicht retten. Die Solisten sind nämlich ausgezeichnet: Der Tenor hat in II und IV Ausstrahlung (allerdings hätte etwas weniger Vibrato nicht geschadet), auch der Sopran überzeugt mit ihrem natürlichen Singen, in V singt das Quartett strahlend und majestätisch das "In te, Domine, speravi". Auch sonst wäre dies vermutlich eine überzeugende Einspielung gewesen...

Ormandy war ein sehr vielseitiger Dirigent, und er hat, zu einer Zeit, wo Bruckner in den USA bestimmt noch nicht 'en vogue' war, einige Bruckner-Symphonien und das Te Deum (1964) für die Schallplatte eingespielt (seine erste Aufnahme der Vierten Symphonie stammt sogar bereits aus den 1930er Jahren - auf Schellackplatten). Das, was viele seiner Aufnahmen auszeichnet, nämlich das Streben nach Perfektion und Extravertiertheit, manchmal auch eine gewisse Glätte, gilt auch für sein Te Deum. Es ist mit 18'30 seit Jahrzehnten die schnellste Aufnahme, gefolgt von Janigro (18'56). Die darauf folgende schnellste Aufnahme, die von Walter aus 1937, braucht gleich eine volle Minute mehr (19'34). I braust dahin wie ein D-Zug mit stampfender Lokomotive - großer Chor, großes Orchester; für die Gestaltung von Details bleibt da wenig Platz - abgesehen von der kurzen Solisteneinlage klingt alles ziemlich einheitlich. Dynamische Vorschriften werden in etwa befolgt, aber Abstufungen sind nicht sehr ausgeprägt, darunter hat vor allem das pp zu leiden, wie etwa das "Spiritum tuum" (117-119) zeigt, das eher nach p klingt. Die Solisten vermögen zu überzeugen: ein schöner Sopran mit engelhafter, klarer, runder Stimme und eine natürliche, nicht aufdringliche Tenorstimme, wovon besonders II und IV profitieren - leider alles mit nahezu der gleichen Stärke, etwa mf. Der Chor verdient einen Preis für seine Virtuosität. Auf der Strecke bleibt die Intention des Textes; das Moderato von IV wirkt wie ein Allegro, die vom Text formulierte Bitte wird abgehaspelt. Merkwürdig ist, dass das Tenorsolo 274-276 und 182-184 offenbar aussetzt. Die Extase, die dieser Abschnitt in sich trägt, kommt nicht zum Tragen, dafür ist alles zu sehr reguliert. In V klingt das "non confundar" 390-396 ungewohnt martialisch, was der Text kaum nahelegt, so dass man sich fragen könnte, ob der Dirigent ahnt, was der Text bedeutet... Trotz des zügigen Tempos bleibt die Fuge (ab 396) transparent. Die Schlusstakte (ab Z, Accelerando) klingen beschwingt, munter, mit Accelerando und zusätzlichem Crescendo. Subtilitäten sind dieser Einspielung fremd, aber vom musikalischen Ausdruck her ist es bestimmt ein Loblied!

Ebenfalls aus den USA stammt die Einspielung unter Spurgeon (1964), diesmal aber mit nicht- oder semi-professionellen Kräften. Der Chor singt begeistert, überzeugt aber nicht in punkto Tonbildung, ist auch manchmal unsicher, liefert aber für ein nicht-professionelles Ensemble eine beachtliche Leistung. Ebenso wenig hält das Orchester proferssionellen Standards stand, spielt aber ordentlich. Die gewählten Tempi sind ziemlich schnell, in etwa vergleichbar mit denen von Andreae oder Welser-Möst. Klanglich ist die Aufnahme unbefriedigend; sie klingt breiig, der Chorklang wirkt stellenweise, besonders in lauten Passagen, verschwommen, Details sind nicht gut hörbar, die Solisten stehen weit weg, was wohl mit der Mikronfonaufstellung zusammenhängt. Möglichweise deshalb ist die Balance der Aufnahme generell ungleichmäßig, was besonders am Schluss des Werks deutlich wird, wenn ab 489 die Brassband 'hereinbricht' - das resultiert in einem unschönen leicht kakofonischen Gesamtklang. Die technische Aufbereitung der Aufnahme verlief ebenfalls mangelhaft: Takt 10 wurde 'verschluckt', Takt 222 wird doppelt gespielt.

Jochums dritte Aufnahme (1965) ist seinen drei anderen aufnahmetechnisch und interpretatorisch überlegen; zwar gibt es keine signifikanten Unterschiede zu 1950 und 1954, nur ist alles noch etwas zwingender gestaltet und ausgefeilter. Auch die Solisten überzeugen voll: strahlende Stimmen von Sopran und Tenor, denen sich Alt und Bass zugesellen und die in den Ensembles schön verschmelzen. Die bessere Aufnahmetechnik schließlich vermittelt die Grandeur der Komposition, besonders in den Chorpassagen. Besonders in II kann sich die schöne Tenorstimme entfalten, auch das Violinsolo strahlt, während das Orchester in gedämpften Farben die Grundierung bildet. Das "Aeterna fac" (III) braust mit ungeheurer Energie und Intensität vorbei, während der Chor andererseits in IV zeigt, wie wunderbar er pp singen kann, etwa 306-309, wo es den Kontrast zu dem unmittelbar folgenden "Per singulos" (ff) umso heftiger macht. In V beeindruckt die Art und Weise, wie in der Fuge der Klimax aufgebaut wird und wie die deutlich hervorgehobene Schlussnote der Trompete in 484, vor dem Alla breve, die Spannung auf die Spitze treibt - bis die jauchzende Schlussphrase das Werk krönend abschließt. Noch immer eine Referenzaufnahme!

Den Namen Janigro wird man nicht sofort mit Bruckner assoziieren, sondern mit Cellokonzerten und mit Kammermusik der vorromantischen Periode; letzteres hat wahrscheinlich auf diese Aufnahme (1965) abgefärbt. Mit der Ormandys gehört sie zu den schnellsten der Diskografie - aber da hört der Vergleich dann auf. Wo bei Ormandy ein großer Apparat zur Verfügung steht und die Interpretation massiv klingt, ist Janigros Te Deum durch das weit kleinere Ensemble fast als intim zu bezeichnen. Die Streicherfiguren in I werden exakt gespielt, fast marcato. Der Grundton ist dunkler, die Orgel als Untergrund ist deutlich hörbar. Der Klang ist durchweg transparent, auch das Orchester ist gut hörbar mit z.T. einzelnen Stimmen (vor allem der Bläser) - das bildet einen großen Gegensatz zu Ormandys Totalklang. Im Chor fällt vor allem bei den Sopranen und Alten das Vibrato auf. II ist fast kammermusikalisch, kein opernhaftes Singen wie in manchen anderen Aufnahmen, sondern leise, in sich gekehrt. Während III sehr schnell (01'15) über die Bühne geht, ist IV zwar auch noch schnell, aber immerhin fast eine halbe Minute langsamer als Ormandy und befindet sich da in der Nähe von Walter. Die Musik klingt leicht und keineswegs gehetzt. In V ist dann wieder das "non confundar in aeternum" bei 390-395 zu abgehackt, um zum Inhalt des Textes zu passen. Bei dieser Geschwindigkeit ist es kaum noch möglich, am Ende noch ein zusätzliches Accelerando zu realisieren, die Trompeten und Posaunen produzieren ab 489 Fanfaren, die eher zu einem Militärmarsch gehören, und das Te Deum endet ohne Klimax. Das Weihevolle, das diese Musik kennzeichnet, fehlt in dieser Aufnahme völlig, und deshalb befriedigen sowohl Ormandys wie Janigros Lesart des Te Deums, trotz der Verve, mit der gespielt und gesungen wird, letztendlich nicht.

Mit 21'07 gehört Wallbergs Einspielung (1965) zu den gemäßigt schnellen, wie etwa auch Andreae, Jochum, Mehta (1976) oder Welser-Möst. Die Aufnahme klingt kompakt aber natürlich und verleiht der Interpretation Präsenz. Der Chor bringt eine ausgezeichnete Leistung, das Orchester hält sich mehr im Hintergrund. In I fällt die schlanke und weiche Sopranstimme (mit rollendem r) auf, der Chor zeichnet sich durch klare Diktion aus. Der Tenor hat an sich eine schöne Stimme, aber er hat sie anscheinend nicht ganz unter Kontrolle (II). Im Allgemeinen wird die Dynamik adäquat umgesetzt, aber es gibt auch Ausnahmen, so ist das "hereditati tuae" (III, 278) für ein pp zu laut (vgl. 288, das wohl pp gesungen wird!). In seinem Solo singt der Bass 297-299 einen leicht anders angeordneten Text als in der Partitur. Wenn man auch über die Leistung der Solisten zufrieden sein kann, so führt doch das wiederholte "nonne connefundar" des Soprans in V (372, 382, 386, 452) zu ungewollter Komik. Als Quartett klingen die Solisten nicht ganz homogen, der Sopran neigt in V dazu, die anderen Solisten zu übertönen. Wallberg versteht es, im Alla breve die Spannung aufzustauen, wonach das Accelerando einen großen Klimax bewirkt, leider mit einem relativ starken, etwas pompösen Ritardandum in den Schlusstakten.

1965 war ein ausgesprochenes Te Deum-Jahr: die vierte Aufnahme unter der Stabführung von Büchel ist ein Konzertmitschnitt mit einem unbekannten regionalen Ensemble und mit relativ unbekannten Solisten - und dennoch wird hier eine Aufführung auf gutem Durchschnittsniveau  geboten: diese Aufnahme ist kein Meilenstein in der Bruckner-Rezeption, aber sie ist rundherum befriedigend. Der - vermutlich größere - Chor singt sehr differenziert, mit einem schönen pp. Das Solistenquartett passt in der Stimmfarbe  und im Stimmvolumen meistens gut zusammen; der Tenor hat eine neutrale, leider nicht lyrische Stimme, stuft die Unterschiede zwischen p -mf - f schön ab, wenn auch die Unterschiede nicht sehr groß sind. Von der Interpretation her ist das Ganze stimmig; gleich zu Anfang klingt das "Te Deum" kräftig und energisch, dem Allegro entsprechend; auch der letzte Abschnitt klingt majestätisch, wobei manchmal Retardandi (T. 390, 428) eingeflochten werden. Das Alla breve (T. 485) wird mit voller Wucht (fff) gespielt, ab Z findet nicht ein Accelerando statt, sondern wird sofort ein schnelleres Tempo eingeschlagen, das bis zum Schluss festgehalten wird, ohne Ritardando am Ende - ein wirkungsvoller Klimax! Die Aufnahme bietet einen natürlichen Klang. 

In dem Jahrzehnt, als Haitink seinen Bruckner-Zyklus mit dem Concertgebouworchester einspielte (1963-1972), nahm er auch erstmals das Te Deum auf (1966), und zwar zwei Monate vor der Siebenten Symphonie, die durch das "non confundar"-Thema im Adagio mit dem Te Deum verbunden ist. Was beim Hören von I sofort auffällt, ist, dass die begleitende Streicherfigur fast plastisch gespielt wird, was der Musik etwas Elektrisierendes gibt. Dieses rhythmische und auch kräftige Spiel verleiht der Musik Majestät. Das Solistenquartett ist sehr homogen, was besonders in V zum Ausdruck kommt. Sopran und Tenor haben eine geschmeidige und kultivierte Simme. Der Tenor singt zurückhaltend, besonders in II, ohne die  ff-Noten herauszubrüllen; ähnlich in IV, wo er das "Salvum fac" ausdrucksvoll vorträgt, aber ohne jede Pathetik, auch nicht beim "benedic" (184), wo manche Tenöre Ausdruck durch Volumen ersetzen. Eine Bemerkung nebenbei: Wie bei manchen anderen Einspielungen auch singt der Bass 297-298 eine andere Verteilung der Silben über die Noten als üblich. Der Chor singt beherrscht und souverän. Haitink lässt Chor, Solisten und Orchester singen, gibt der Musik die Möglichkeit zu atmen, ohne dass dadurch das Tempo heruntergehen würde: Die Aufführungsdauer entspricht dem Durchschnitt, liegt mit 22'07 in der Nähe von Barenboim und Mehta; Haitinks Aufnahme aus 1988 ist mit 23'27 deutlich langsamer. Der Schluss von V ist überwältigend: Das Alla breve ist feierlich, das Accelerando bei 493 maßvoll, die Rhythmik ist straff, und am Ende wird kein Ritardando gespielt. Die Technik unterstützt die Aufnahme, die sich durch einen offenen, breit gefächerten  Klang auszeichnet. Die ausgewogene Aufnahmebalance bewirkt einen transparenten Klang; das Orchester tritt in Tutti-Passagen (etwa gegen Ende) als Ganzes auf, nicht als Brassband mit Begleitung. Die Orgel ist nur manchmal erahnbar (etwa am Schluss). Eine hervorragende Aufnahme! 

Aus dem französischsprachigen Raum stammen zwei Live-Mitschnitte aus 1966 bzw. 1967. Mermoud war Dirigent der beiden großen Chöre in Lausanne und hatte für diese Aufführung außerdem ein gutes Orchester und ausgezeichnete Solisten zur Verfügung. Seine Tempi sind vergleichbar mit denen Forsters (1956) und Matacics (1968), also weder langsam noch schnell. Die Interpretation klingt sehr synthetisch, nicht auf Details kommt es an, sondern auf die große Linie; das Werk selbst lädt mit seinem stellenweise kompakten Klang bereits dazu ein, und die Aufnahmetechnik unterstützt hier gewissermaßen dieses Herangehen, indem sie Chor und Orchester gedämpft erklingen lässt, so dass Details oft kaum hörbar sind - nur die Solisten sind liebevoll von nahe aufgenommen worden, wodurch  sich z.B. auch die Partie der Altistin ohne weiteres verfolgen lässt. Der Chor produziert Volumen, aber Bruckners "mit Kraft" heißt hier nicht, wie sonst des öfteren, "mit Wucht", so dass der Aufführung eine gewisse Leichtigkeit eignet. Über die Solisten lässt sich nur Lobendes sagen: Sie klingen nirgendwo forciert, ihre Stimmen sind im Gleichgewicht, und in manchen Abschnitten, vorzugsweise II und IV, bringen sie ein kammermusikalisches Zusammenspiel, das aufnahmetechnisch adäquat eingefangen worden ist. Ansonsten ist die Technik weniger befriedigend, die Dynamikpalette beim Chor von ppp bis fff befriedigt nicht immer, besonders das Orchester kommt kaum zum Klingen, auch die Pressung lässt zu wünschen übrig. Interpretatorisch vermag die Aufnahme allerdings durchaus zu überzeugen, der Dirigent beachtet die Vorgaben in der Partitur ziemlich genau, die Dynamik wird eingehalten, nur bei den Crescendi oder Decrescendi neigt der Dirigent manchmal dazu, die betreffende Stelle etwas auszudehnen. Sehr schön ist der Aufbau der Koda, wobei Mermoud die Partitur genau befolgt - nur der Schlussakkord klingt sehr abgehackt, aber das ist vielleicht akustikbedingt. 

Bei der Aufnahme unter Martin (1967) handelt es sich um einen Konzertmitschnitt aus der Notre Dame in Paris mit einem nicht-professionellen Chor. Dieser singt relativ gut, nur manchmal etwas ungleich und nicht immer homogen; dass der Klang manchmal dazu neigt zu 'wabern', mag auch an der Akustik gelegen haben. Manche Einsätze geraten etwas wacklig, etwa beim Alla breve (V). Die dynamische Spannweite des Chores ist nicht besonders groß, weil der Chor nicht wirklich leise singen kann. Das Augenmerk des Dirigenten scheint weniger auf Details gerichtet zu sein. So berücksichtigt er in III nicht die Tempomodifizierung ("etwas langsamer" - "a tempo"), alles wird im gleichen Tempo gesungen; andererseits greift er in IV bei "hereditatis tuae" (278-280, ähnlich 286-291) zu einem starken nicht in der Partitur vorgesehenen Ritardando. Der Abschnitt macht einen langsamen, gezogenen Eindruck, obgleich die Aufführungsdauer durchschnittlich ist. In der Fuge (V) singt der Chor unbekümmert um dynamische Zeichen durchweg f-mf, wodurch die Musik zähflüssig klingt. Obgleich es sich bei dem Orchester um ein professionelles Ensemble handelt, klingen die Streicher nicht immer sauber und die Bläser spielen nicht immer gleich. Die Solisten singen verdienstvoll, nehmen aber ziemlich viel Vibrato zu Hilfe und die Stimmbeherrschung ist nicht optimal. Es ist aber durchaus möglich, dass der Eindruck der Konzertbesucher damals ein viel positiverer war.

Leider gibt es von Matacic nur eine Aufnahme (1968) des Te Deums, und diese eine stammt aus Japan mit einem japanischen Ensemble. Matacic liebt die große Gebärde, und das wird schon gleich zu Anfang spürbar. Er lässt das Te Deum majestätisch klingen, hebt die Posaunen an manchen Stellen hervor (z.B. 10, 78) und bezieht die Orgel deutlich mit ein. Das gibt seiner Aufführung emphatischen Charakter. Auch die Dynamik, die er im allgemeinen einhält, modifiziert er manchmal zwecks größerer Wirkung, indem er extra Decrescendi einbaut, und auch Ritardandi scheut er nicht. Besonders III erklingt sehr wuchtig und dramatisch, mit einer starken Basslinie. Bei den Solisten tut sich besonders der Tenor hervor - schöne Stimme, prägnanter Vortrag, und ein schönes pp ("benedic" in IV). Die Choreinsätze sind manchmal etwas ungleich.

Berühmte Dirigenten laufen das Risiko, dass alle ihre Aufnahmen irgendwann verwertet werden, auch die (privaten) Live-Mitschnitte, auch wenn sie klanglich und/oder klangtechnisch unzulänglich sind; die Dirigenten oder ihre Rechtsvertreter können darauf so gut wie keinen Einfluss nehmen.  Von Szell (1968) existiert anscheinend nur ein Mitschnitt des Te Deums, und die Aufbereitung von AS-Disc ist klangtechnisch unbefriedigend. An weniger lauten Stellen stören Nebengeräusche, der Klang ist unstabil und blechern, als ob die Aufnahme viel älter wäre. Interpretatorisch ist die Aufnahme eher durchschnittlich. Das Solistenquartett ist zwar homogen, aber die Stimme des Soprans klingt in hohen Lagen bei f schrill, sowohl in I wie in V, und der Bass singt in IV bei 299 das "in aeternum" p weiter! Chor und Orchester klingen in den Tutti-Passagen wuchtig und massiv. Szells Tempi sind moderat - etwa gleich mit Messner, Klemperer und Münch, den langsamsten Aufnahmen des Te Deums bis dahin. Grosso modo hält sich Szell an die Partitur und erlaubt sich nur kleinere Eingriffe. So kommt in I das Diminuendo von 98 zwei Takte früher, das pp von 137 wird durch ein längeres Diminuendo als in der Partitur vorgesehen vorbereitet, das "a tempo" in III (240) ist für Szell Grund, erst zu beschleunigen und dann zu verzögern, im Alla breve (V) flicht er innerhalb von acht Takten zwei Diminuendi ein (488 und 492), die zwar sehr wirkungsvoll sind, aber in der Partitur nicht vorgesehen sind, das anschließende Accelerando wird außer Acht gelassen. Der letzte Akkord klingt abrupt. Die meisten Änderungen dienen dazu, die Übergänge weicher zu gestalten. Alles in allem eine einheitliche Aufführung, die es wert ist, festgehalten worden zu sein, aber das klangliche Ergebnis ist unerfreulich.

Barenboim hat das Te Deum zweimal aufgenommen, und da er es auch in Konzerten zur Aufführung bringt, werden irgendwann Piratenausgaben folgen. Die erste Aufnahme (1969) beeindruckt sofort sowhl durch ihren monumentalen Anfang, zu dem die Orgel wesentlich beiträgt, wie durch ihr straffes Tempo: 05'59 liegt in der Nähe von Forster, Jochum, Matacic, Kegel oder Welser-Möst. Die Stimmen der Solisten mischen sich schön, Sopran und Tenor produzieren einen kräftigen Ton, ohne zu schmettern. Die Stimme des Tenors erweist sich in II auch als warm, allerdings mit viel Vibrato; besonders in IV zeigt er, dass er sowohl pp wie ff singen kann. Auch der Chor verfügt übrigens, wie sich besonders in IV zeigt, über eine große dynamische Spannweite. III wirkt mit 01'17 leider gehetzt, nur Janigro ist hier noch schneller. Besonders in V nimmt sich Barenboim diverse Freiheiten, besonders in bezug auf die Tempogestaltung, um die Wirkung des Stückes in seinem Sinne zu steigern. Er wälzt die Antwort des Chores auf das "non confundar" der Solisten mit einem partiturfremden Ritardandum (390-395) breit aus. Die Takte vor dem Alla breve (ab 478 bis 484) werden sehr schnell gespielt, obgleich 491 ein Ritardando vorgesehen ist; das Accelerando (493) muss dann ohne nennenswerte Beschleunigung auskommen. Die Interpretation dieses Satzes ist auf Breitenwirkung hin angelegt, wobei 05'06 nicht einmal langsam ist - etwa ein Drittel aller Aufnahmen ist langsamer. Trotz aller Steigerungen und trotz des imposanten Klangs gibt es Aufnahmen, die mehr unter die Haut gehen.

Die Aufnahme, die Bernardi ca. 1969 realisierte, bekommt bestimmt nicht den Schönheitspreis. Bernardi steht ein großer Chor zur Verfügung, der voller Inbrunst singt, aber keinen homogenen Klang produziert, der Probleme damit hat, leise zu singen und der außerdem öfters etwas ungenau ist. Letzteres gilt jedoch auch für die Solisten, von denen Sopran und Tenor Schwierigkeiten mit den hohen Noten haben; außerdem kümmern sie sich meistens nur wenig um die dynamischen Abstufungen zwischen pp und f. In V singt das Solistenquartett sogar ungleich und uneinheitlich, das "non confundar" klingt 379-390 gehetzt und durcheinander. Viel Getöse, aber es fehlt der letzte und auch der vorletzte Schliff. Die Aufnahme klingt unangenehm schrill und laut.

Aus 1972 stammt Karajans vierte Einspielung, wieder ein Konzertmitschnitt. Die Aufnahme besitzt einen hellen Klang, das Tempo liegt geringfügig höher als beim Karajan-Durchschnitt (abgesehen von der 1962er Aufnahme), und das macht, dass das Ganze nicht schwerfällig wirkt. Sogar eine sonst oft undurchsichtige Stelle wie "Pleni sunt coeli et terra" klingt hier luftig. Die Dynamik zeigt die ganze Reichweite von Bruckners Partitur, sowohl das pp wie das fff. Allerdings ist die Basslinie meistens nicht mehr hörbar - vielleicht der Preis für die sorgfältige digitale Aufarbeitung? Das ausgeglichene Solistenquartett lässt wenig Wünsche offen. Der Tenor singt mit Schmelz, ohne in die Richtung der Larmoyanz zu geraten. Eine kleine Merkwürdigkeit in IV: bei 300 werden die Celli stark betont, wodurch der Chor 'verschwindet'. Beim Einsatz des Allegros (311-314) übertönen die Pauken den Rest des Orchesters. Der Schluss von IV, "speravimus in te" (342-345) wird langsam ausgehaucht, wodurch ein schöner Übergang zum "in te, Domine, speravi" (V) geschaffen wird. Das Alla breve (485) ist langsam, aber grandios: Pauken und Trompeten begleiten den Chor, ohne ihn zu übertönen, und führen zwingend zum Schluss; der letzte Akkord ist kurz, ohne Dehnung.

Drei Jahre später, 1975, entstand Karajans fünfte Einspielung - seine erste Studioaufnahme des Te Deums! Sie stellt sofort die früheren Aufnahmen in den Schatten. Der Klang ist überwältigend, das Ostinato am Anfang von I klingt zwingend und überrumpelnd, die Orgel trägt unüberhörbar zum majestätischen Eindruck bei, ohne hervorzutreten. Die Musik drängt zwar vorwärts, klingt aber trotzdem feierlich-gemessen, mit an einigen Stellen einem Stich ins Lyrische. Sopran, Tenor und Alt singen mit Engelszungen. In II hat der Tenor eine schöne Diktion und singt zurückhaltend, nicht brüllend. Der ganze Abschnitt klingt verinnerlicht und bildet so einen - auch vom Inhaltlichen her logischen - Kontrast zu I und III. Dadurch überwältigt III wieder mit seiner barock-romantischen Klangentfaltung. Ähnlich wie II klingt auch IV zart, besonders das "benedic" (273-290); manchmal verstärkt der Dirigent diese Wirkung, indem er den Chor regelmäßig dämpft, etwa nach dem f des "Fiat misericordia tua" (348), das er sofort wieder zurücknimmt, wodurch dieser Abschnitt leise verhaucht. So entsteht hier, wie in manchen anderen Aufnahmen auch (z.B. 1972), ein Kontrast zum nachfolgenden "In te, Domine, speravi". V klingt kräftig, aber nicht forsch. Hier bekommt das Solistenquartett die Möglichkeit, seine Qualitäten als Ensemble vorzuführen; es manifestiert sich als Einheit und gleichzeitig individuell, wozu selbstverständlich auch die Aufnahmequalität beiträgt. Auch die Schlussfuge bleibt dank derselben Aufnahmetechnik durchsichtig. Das Alla breve ist wieder majestätisch, es findet kein Accelerando statt, die letzten Takte zeigen ein leichtes Ritardando, der letzte Akkord wird kurz aber mit Nachdruck gespielt. Das Te Deum Anton Bruckners ist ein Werk, das, um seine ganze Wirkung zu entfalten, nach einem opulenten und gleichzeitig transparenten Stereoklang verlangt - hier wird der geboten.

An ein solches Ergebnis kommt die Einspielung von Pohl aus dem gleichen Jahr (1975) nicht heran, weder klangtechnisch noch interpretatorisch. Der (nicht-professionelle?) Chor singt zwar überzeugend, die Solisten singen mit Verve, aber während der Chor die dynamischen Vorschriften gut beachtet, singen die Solisten alles mit gleicher Stärke, nicht mf, sondern f. Orchester und Chor gehen nicht immer synchron, auch die Orchestereinsätze an sich (etwa in I und III) sind manchmal ungleich. Aufnahmetechnisch ist die Aufnahme sehr befriedigend, aber kleine Unebenheiten gibt es; so klingen Solisten und Orchester manchmal ein wenig wie aus der Entfernung (II), in IV hat der Tenor Mühe, sich dem Chor gegenüber zu behaupten, und das Blech färbt manchmal zu sehr den Klang. Insgesamt ist es eine frische, wenn auch etwas brave Interpretation, nur ist sie leider austauschbar. Vom Tempo her ist sie in etwa mit Jochum vergleichbar, außer beim 1. Abschnitt, wo Pohl langsamer ist.

Von Karajans amerikanischer Tournee (1976) gibt es eine private Saalaufnahme mit den gleichen Interpreten wie bei der Studioaufnahme. Der Klang ist nicht schlecht, aber das Mikrofon hat diverse Geräusche aus der direkten Umgebung registriert, wie etwa Hüsteln (das dann unverhältnismäßig laut klingt); insgesamt ist der Klang dunkler, sonor, das Orchester ist etwas prominenter anwesend als bei der Aufnahme von 1975, die Solisten klingen (zu) weit weg. Vom künstlerischen Standpunkt her eine überflüssige Aufnahme, aber sie hat selbstverständlich dokumentarischen Wert, und sie vermittelt einen Eindruck vom Klangerlebnis im Saal, inklusive dröhnender Orgel.

Mehta (1976) nimmt das Tempo von I mit 05'43 relativ zügig, nur Ormandy ist mit 05'29 schneller, Walter (1937) liegt mit 05'44 gleich, und Janigro und Jochum (1954) in etwa auch. Der Chor singt zwar gut, aber vor allem die Soprane wabern leicht mit ihrem Vibrato, so dass der Klang nicht präzise ist, und vom Timbre her ist dieser Chor offenbar nicht so geeignet für religiöse Werke - ab und zu könnte er so aus einer italienischen Oper weggelaufen sein (was natürlich auch auf das Konto des Dirigenten geht). Der Klang der Aufnahme ist monumental, die Chorabschnitte sind kräftig und eindrucksvoll, und die Orgel trägt das ihrige dazu bei - die Aufnahme setzt auf Masse und Klangfülle. Das Solistenquartett singt angenehm, aber auch etwas farblos; es sind vier schöne Stimmen, aber sie verschmelzen zu wenig. Wie diverse andere Dirigenten greift Mehta in V einige Male zum Ritardando, auch am Schluss. Ansonsten folgt Mehta der Partitur relativ genau, aber seiner Aufnahme mangelt es an Beseeltheit. Trotz des Staraufgebots ist die Aufnahme nur mäßig gelungen.

Dass weniger große Namen dann manchmal bedeutend besser abschneiden können, beweist Stephani mit seiner Aufnahme ebenfalls aus 1976. Abschnitt I wird straff gespielt, rhythmisch präzise und weckt den Eindruck, schnell zu sein, obgleich Stephani in Wirklichkeit etwas langsamer als Jochum ist. Der Chor singt zuverlässig, bei den Solisten haben sowohl der Tenor wie der Sopran eine schlanke Stimme, wobei der Sopran mit viel Vibrato singt. Orgel und Pauken bilden in I die Grundlage des Orchesterklangs. Das "Patrem immensae majestatis" (90ff.) kommt fast hüpfend daher und macht daher weniger den Eindruck eines Lobgesangs als eines Frühlingstanzes... II dagegen klingt intim, kammermusikalisch - sehr anrührend. Der Tenor stuft seine Partie dynamisch sorgfältig ab, von p über mf bis zu f, hat aber vielleicht etwas weniger Präsenz als man hier gewohnt ist. III schafft dann mit seiner Wucht den erwünschten Kontrast. In IV singt der Tenor das "benedic" mit warmer, lyrischer Stimme. In V überzeugen die Solisten auch als Quartett. Das Alla breve ist langsam, ab 493 gibt es kein Accelerando, die Koda ist langsam, mit einem Ritardando in den letzten Takten, was im Widerspruch zu dem ansonsten so straffen Charakter dieser Einspielung steht. Alles in allem ist dies eine interessante Aufnahme.

Jochums letzte (1977) Einspielung des Te Deums ist eine Piratenausgabe und das erklärt vielleicht ihren weniger klaren Klang, obgleich der bestimmt nicht schlecht ist. Die Aufnahme klingt dunkler als die von 1965 und ist besonders an lauten Stellen weniger durchhörbar, was sich vor allem in einem zuweilen raunenden Klang des Orchesters bemerkbar macht. Der Gesamtklang ist etwas diffus und matt und der dunlklere Klang erschwert das Verständnis des gesungenen Textes. Manchmal wirkt der Klang auch einfach dumpf, was der ästhetischen Wirkung der Aufnahme Abbruch tut. Der 'Drive' des Anfangs scheint ähnlich wie bei der vorigen Aufnahme zu sein, III aber macht den Eindruck, weniger drängend zu sein, vielleicht mit einer Spur Gelassenheit. Das Solistenquartett zeichnet sich durch schöne, geschmeidige Stimmen aus, der Tenor singt in II sehr schön, aber mit ziemlichem Vibrato; seine Interpretation ist dadurch weniger klar, aber wohl weich. Der Chor singt ausgezeichnet, obgleich sich einige kleine Unsicherheiten eingeschlichen haben. Dass Jochum am Schluss von V ein leichtes Ritardando einschaltet, nimmt der Interpretation etwas von ihrem Impetus. Entsteht gegen Ende der Eindruck einer gewissen Mattigkeit nur durch den Klang, oder ist vielleicht auch die Aufführung weniger frisch? Auf alle Fälle wirken Jochums Aufnahmen aus 1954 und 1965 geladener.

Es ist nicht verwunderlich, dass von einem publikumswirksamen Werk wie Bruckners Te Deum im Zeitalter der Bilder eine Videoaufzeichnung auf den Markt kommen würde, und auch nicht, dass der vom Filmmedium besessene Karajan (1978) der erste war, der sich selbst mit diesem Stück inszenieren ließ. Bis auf den Tenor sind die Interpreten dieselben wie bei der Studioaufnahme von 1975; vom musikalischen Gesichtspunkt her sind denn auch trotz der Live-Aufnahme keine großen Überraschungen zu erwarten. Solisten mit schönen Stimmen und großer Stimmkultur, großartige Crescendi und Decrescendi beim Chor. Der Videofilm bietet die Möglichkeit, Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen und bestimmte Details zu entdecken, die sonst verborgen bleiben; andererseits war Karajan ein Künstler, der gern sich selbst in Szene setzte. So sieht man, dass beim "Aeterna fac" (III) zwei Paukenisten im Einsatz sind, um am Anfang den gewünschten Effekt zu realisieren, man sieht wie Karajan mit seinen Händen quasi den Chorklang zu modellieren versucht, man sieht auch, dass beim Solistenquartett die beiden hohen Stimmen Sopran und Tenor innerhalb des Solistenquartetts die tragende Rolle spielen, man sieht, dass eine Orgel mitwirkt (wobei man sie kaum hört!), usw. Alle Eigenheiten von Karajans Te Deum-Interpretation sind da, vor allem die relativ breiten Tempi, die Klangmagie, die breite Skala von ppp zu fff, die Betonung des Imposanten. Die Aufnahme klingt ausgezeichnet; der Tenor stuft in II schön zwischen pp und f ab, auch der Chor beachtet die Dynamik genau. Klanglich hat der Chor den Vorrang vor dem Orchester. (Merkwürdigerweise hat der ORF vor einigen Jahren ein Tonband dieses Konzertes hören lassen, auf dem das Schwergewicht der Aufnahme eindeutig beim Orchester lag - wobei außerdem die Aufnahme exakt fünf Jahre später datiert wurde!) 

Wenn man vorher sich Karajan angehört hat, fällt einem sofort auf, wie leicht der Klang von Kegels Einspielung (1979) ist, was nicht nur darauf zurückzuführen ist, dass hier allem Anschein nach keine Orgel mitwirkt. Kegel lässt die Musik strömen, der Chor klingt sehr transparent, aber gleichzeitig macht die Aufführung einen etwas gleichmäßigen Eindruck, wobei sich das "kraftvoll drängend" (I, 169) z.B. als solches überhaupt nicht bemerkbar macht. Die Solisten bilden ein homogenes Team, aber als Einzelstimmen sind sie zwar technisch prima, stimmlich jedoch eher unauffällig. Der Tenor singt in II seine Partie brav, macht aber einen etwas unsicheren Eindruck; unschön ist, wie er das "quaesumus" zu "quae-hae-hae-hae-sumus" zerhackt. Der Chor singt klar, mit in IV schönem pp und ppp, aber manchmal auch leicht ungenau. Die Aufnahme hat ihre Meriten und ist eine prima Routine-Einspielung. Aufnahmetechnisch ist die Aufnahme sehr klar, aber es fehlt ihr an Brillanz, sie klingt etwas matt.

Diese "Leichtigkeit des Seins" gilt nicht für die Aufnahme von Egel (ca. 1980), die erdhafter ist. Die Aufnahme wirkt sehr räumlich (ohne hallig zu sein), leider auch etwas dumpf, obgleich sich die Chorpartien mühelos verfolgen lassen. Die Tempi fluktuieren; so wird das "sehr ruhig" (I, 146) tatsächlich sehr langsam genommen, und Egel liegt was I betrifft gleich mit Karajans neunter (und letzter) Einspielung aus 1984, während er mit der Gesamtdauer von 24'23 eher bei einigen früheren (und schnelleren) Karajan-Aufnahmen anknüpft. Von den Solisten überzeugt der Tenor am meisten; sein Solo in II singt er lyrisch und in keiner Weise aufdringlich, in IV lässt er die Unterschiede zwischen pp und ff deutlich herauskommen. Der Bass dagegen klingt in seinem kurzen Solo (IV, 291-299) alles andere als geschmeidig. Der Chor überzeugt, neigt leider in beschaulichen Momenten zum Vibrato (z.B. IV, 278-280 bei "hereditati tuae"), singt wunderbar leise (z.B. IV, 301-309, 340-341). Das Orchester hat in dieser Aufnahme rein begleitende Funktion und tritt nicht in den Vordergrund. Langsame Abschnitte klingen etwas schwerfällig, insgesamt aber ist die Aufnahme durchaus hörenswert.

Das gilt in geringerem Maße für die Aufnahme von Helbich aus 1981. Zwar verfügt Helbich über einen Chor, der technisch ordentlich bis gut singt, aber interpretatorisch wie aufnahmetechnisch enttäuscht die Aufnahme. Das liegt zum einen daran, dass der Dirigent die Dynamik so ziemlich außer Acht zu lassen scheint, wodurch sie immer wieder flach wirkt. Das lässt sich schon gleich beim 1. Abschnitt festellen: in 71 ("Te gloriosus") wirkt das ff nicht, p und pp unterscheiden sich kaum voneinander (vgl. z.B. 99 (p) und 117 und 146 (pp)). In III wird das fff des Chores bei 223  nicht beachtet, die Crescendi und Decrescendi (237-239 und 239-240) fallen weg. Damit verschenkt man einen Teil der Wirkung. Dazu kommen Eingriffe in die Partitur, wie etwa (wenn das Gehör nicht täuscht!) Pauken im 1. Abschnitt (11-13), wo die Partitur sie nicht vorschreibt, und vor allem die Ritardandi in V (390-396, 425, am Schluss). Das "a tempo" in V (443) nimmt Helbich träge, und bis zum Alla breve (485) sackt dann das Tempo immer mehr. Ehrlichkeitshalber muss man dazu sagen, dass die Aufnahmetechnik dem Dirigenten nicht hilft. Die Balance der Aufnahme ist mangelhaft: in I bei 71 ist zwar die Orgel zu hören, die Pauken aber sind völlig unhörbar. Wo das Blech mitspielt, ist es im Klangbild sehr dominant anwesend, Chorstellen dagegen klingen eher matt. In IV sind die markanten Figuren der Solovioline, die das Solo des Tenors umspielen, relativ schwach hörbar, und in der Koda 493 erklingen die Pauken nur mit einem dumpfen Gerummel, wie überhaupt die Aufnahme dumpf klingt. Zum Schluss die Solisten: Der Sopran singt nicht unschön, aber mit viel Vibrato, der Tenor hat eine schöne Stimme, ist aber nicht immer fest und verschleift in I manchmal Silben. In V passen die Stimmen des Solistenquartetts schön zusammen, aber durch das Vibrato entsteht ein etwas 'altmodischer' Klang; die Solisten bilden noch die positive Seite der Aufnahme, können sie aber nicht retten.

Vermutlich irgendwann in den 1970er oder 1980er Jahren entstand die Einspielung unter Stanton. Von der Aufführungsdauer her lässt sie sich gut mit der von Andreae vergleichen. Die Schola Cantorum ist vermutlich ein größerer oder gar großer Chor, der die erforderliche Fülle erzeugen kann und im allgemeinen präzise und nur selten zögerlich agiert. Das nicht namentlich erwähnte Orchester ist ihm klanglich zwar etwas untergeordnet, liefert aber eine solide Basis; dass die Streicher manchmal nicht ganz homogen klingen, fällt nicht so sehr ins Gewicht, und dass sich das Blech (Posaunen, Trompeten) manchmal etwas in den Vordergrund schiebt, hat wahrscheinlich mit der Aufnahmetechnik zu tun. I klingt kräftig, die Pauken donnern wuchtig, die Orgel macht sich auch bemerkbar, aber die dynamischen Angaben werden sorgfältig beachtet. In II manifestiert sich das unbekannte Solistenquartett überzeugend; wo es dem Tenor hier gelingt, die dynamischen Abstufungen zu realisieren, klingt seine Stimme in IV in f- oder ff-Stellen doch etwas gekniffen und außerdem nasal (vgl. T. 261 und 269) - insgesamt nicht schlecht, aber seine Stimme hat wenig Glanz. Der Dirigent hat alles im Griff, neigt aber wie manche anderen Dirigenten an einigen Stellen dazu, das Tempo plötzlich herunterzufahren, etwa in III beim "a tempo"(T. 249), das wie ein Ritardando wirkt, oder in V, wo der Choreinsatz des "non confundar" (T. 390) zwar marcato gesungen werden muss, aber das darf kein Grund sein, gleichzeitig das Tempo zu drosseln. Ähnlich ist es in T. 481 beim ff. Die Koda gestaltet sich sehr wirkungsvoll, auch wenn die Pauken einen halben Takt zu spät loslegen; ansonsten gibt es ein gut dosiertes Accelerando mit wirkungsvoller Orchesterbegleitung, auf das etwas schwerfällige Ritardando am Schluss hätte man gerne verzichtet. Insgesamt eine gute Durchschnittsaufführung.

Zwischen Barenboims erster und seiner zweiten Aufnahme (1981) gibt es, auch im Detail, keine gravierenden interpretatorischen Unterschiede; es handelt sich um zwei Aufnahmen von hohem Niveau. Die zweite Einspielung ist nur geringfüg schneller als die erste. I z.B. wirkt zwar schneller, ist aber in Wirklichkeit etwas langsamer! Chor und Orchester bilden klanglich eine Einheit, alles ist hörbar, aber nichts schiebt sich in den Vordergrund, die Orgel lässt sich nur erahnen. Die Solisten sind unterschiedlich in ihrem Habitus: Während der Tenor in I eine Neigung zu störender Dramatik zeigt, singt der Sopran 'mit Engelszungen', in II sollen Tenor und Sologeige laut Partitur in etwa gleich laut erklingen, aber der Tenor übertönt alles. Die Folge ist, dass das Solistenquartett der 1. Aufnahme etwas ausgewogener wirkt. III ist, wie bei der Aufnahme von 1969, schnell, wirkt aber trotzdem weniger gehetzt als die frühere Aufnahme. In V nimmt sich Barenboim jetzt etwas weniger Freiheiten heraus, wodurch dieser Abschnitt mehr Kohärenz zeigt. Noch immer aber hat Barenboim eine Vorliebe dafür, manche Stellen breiter zu spielen, das "a tempo" (V, 443) sogar sehr breit, die Takte  vor dem Alla breve dagegen straff im Tempo; das Accelerando (493) wird nun nur auf die letzten Takte des Werkes angewandt. Die neue Aufnahme (DG) ist um eine Spur schärfer definiert, die ältere (EMI) klang etwas 'wolliger', dafür aber auch etwas wärmer. 

Celibidache braucht für seine Einspielung (1982) fast 50% mehr Zeit als andere Koryphäen wie Andreae, Jochum, Matacic oder Wallberg... Die längere Zeitdauer verteilt sich anscheinend mehr oder weniger gleichmäßig über alle Abschnitte. Der erste Eindruck ist, dass die Chorpartien durch das Zeitlupentempo imposant aber schwerfällig klingen. Den Solisten scheint es weniger anhaben zu können. Der Sopran 'haucht' gleichsam sein Solo und singt natürlich und rein, während der Tenor mehr zum Pathetischen neigt; die Schlusstakte der Solopartie werden fast quälend langsam gesungen. Wie bei der f-Moll-Messe gestaltet Celibidache die Dynamik weiter aus, baut Diminuendi ein, etwa um ein nachfolgendes Forte prägnanter gestalten zu können oder um lange Noten - die bei ihm dann sehr lang sind! - mit Inhalt zu füllen, was bei diesem Tempo ohne weiteres möglich ist! Allerdings werden bei solchen Tempi in der Orchesterbegleitung - weniger in der Chorpartie - Dinge hörbar gemacht, die sonst unter den Tisch fallen, so hört man I, 109-111 die Hörner - allerdings muss man sich dann fragen, warum man sie in IV bei 342-346 in einer ähnlichen Konstellation nicht hört, ja, ob sie da überhaupt mitspielen? In II klingt die Solovioline ebenso laut wie die Stimme des Tenors, die sie umspielt, exakt wie die Partitur es vorschreibt. Das Soloquartett kann sich bei diesem Tempo voll - und schön! - entfalten; außerdem lässt sich der Text mühelos verfolgen. Interpreten, u.a. die Solisten, können derart langsame Tempi  zu ihrem Vorteil nutzen, wenn sie in der Lage sind, die Musik mit Expression zu füllen, aber wem es nicht gelingt, fällt umso negativer auf, wie etwa der Bass, dessen "Et rege eis" (IV, 291-300) mühsam klingt. Manchmal ergeben sich bei den langsamen Tempi kleine Ungereimtheiten, etwa wenn im Allegro-Teil von IV bei "ruhig" (ab 351) die Musik fast zum Stillstand kommt, so dass das "Mäßig bewegt" (V, ab 366) merklich schneller anmutet; allzu lange dauert dieser Eindruck allerdings nicht, denn schon zehn Takte später, bei 376, wird die Bremse gezogen, indem das in der Partitur verlangte Diminuendo mit einer (nicht verlangten) Verzögerung einhergeht. Ob es am langsamen Tempo oder an der Aufnahme liegt, dass der Sopran bei 384 sogar kurz auszusetzen scheint, ist natürlich ungewiss... Celibidache gestaltet den letzten Abschnitt sehr einheitlich und erreicht am Schluss mit seinem langsamen, wuchtigen Tempo (es gibt kaum ein Accelerando!) eine eindrucksvolle Steigerung. Wenn man bereit ist, sich auf diese Art der Interpretation einzulassen und ihr vorurteilsfrei zuzuhören, übt sie immer stärker auf den Hörer einen unbestreitbaren Sog aus.

1984 nimmt Karajan wieder das Te Deum auf - seine letzte Aufnahme dieses Werkes. Die großen Choreingänge in I und III und auch das "Per singulos" (310) in IV werden wie gewohnt kräftig und energisch gespielt, die dynamischen Abstufungen werden sorgfältig umgesetzt, wobei sich Karajan ähnliche kleinere Freiheiten erlaubt wie in seinen anderen Aufnahmen, alles zum Zwecke der größeren Wirkung. Auch die Solisten überzeugen; der Sopran hat eine schlanke Stimme, singt allerdings mit weniger Ausdruck als Tomowa-Sintov, Sopran und Tenor sind von der Diktion her sehr präzise, der Tenor singt behutsam, vermeidet in II jedes Schreien, das bei manchen anderen Einspielungen des Te Deums so stört - dennoch hat das Solistenquartett nicht das Niveau und die Ausstrahlung der Aufnahme von 1975. Karajan lässt auch durchgehen, dass es den Anfang des "In te, Domine, speravi" (V), trotz der deutlichen Hinweise in der Partitur, konstant nahezu mit einer Lautstärke singt. Die Aufnahme klingt gut, sie liefert in den großen Chorabschnitten eher einen pauschalen Gesamtklang, während die Solisten filigran aufgenommen worden sind. Ein kleines Lob verdienen die Violinsoli in II und IV, die die Partie des Tenors umspielen: Oft werden diese weich, fast wie eine Arabeske gespielt - hier klingen sie kräftig und sehr deutlich "non legato", wie in der Partitur vorgesehen. Fazit: eine gelungene Aufnahme, dennoch weniger überzeugend als die von 1975.

Eine zweite Aufnahme aus 1984 stammt aus Bulgarien, ein Rundfunk-Live-Mitschnitt unter Iliev. Es ist eine solide, sehr befriedigende Durchschnittsaufführung: Chor und Orchester agieren zuverlässig (der Chor allerdings mit einer kleinen Unebenheit beim "super nos"), mit guten Solisten, wobei die Stimme des Tenor eher baritonal gefärbt ist, wodurch diese Stellen weniger hell und strahlend als sonst klingen. Der Klang ist eher kompakt, wodurch z.B. in der Schlussapotheose der Klang der Trompeten leider untergeht. Der Gesamteindruck ist imposant, vermittelt jedoch wenig Extase.

Haitinks zweite Aufnahme (1988) ist, wie das auch bei seinen Aufnahmen der Bruckner-Symphonien der Fall ist, deutlich langsamer (23'37 gegen 22'07), und das betrifft vor allem den 4. Abschnitt. Interpretatorisch gibt es einige Unterschiede, obgleich Haitinks Ausgangspunkt derselbe geblieben ist: natürlich fließende melodische Linien, keine Extravaganzen. Der Eingang von I wird auch hier straff gespielt, aber rhythmisch weniger ausgeprägt. Der Chor hat Fülle, klingt sehr homogen und singt expressiv. Die Solisten sind überzeugend - bis auf den Tenor, der leider eine Fehlbesetzung ist: Er singt nicht geschmeidig, ist anscheinend nicht in der Lage, wirklich leise zu singen und seine Aussprache des Latein ist nicht schön (singt z.B. in "seraphim" ein è statt ein é), auch innerhalb des Quartetts fällt er aus dem Rahmen heraus. Haitinks langsameres Tempo in IV wird etwa nachvollziehbar in 301-302, wo das "in aeternum" äußerst langsam gesungen wird. Es hat den Anschein, dass Haitink im Alter mehr zum Ritardando neigt - in V kommt es nachdrücklich zum Einsatz, sowohl vor dem Accelerando (493), wo es auch in der Partitur angegeben steht, wie am Schluss, wo es nicht steht. Das Accelerando beachtet Haitink übrigens nicht, er spielt die Stelle im Gegenteil ziemlich langsam, aber wohl sehr imposant. Eine mit Einschränkung des Tenors schöne Aufnahme, aber die frühere Aufnahme besticht durch ihre Geradlinigkeit.

Rögner bevorzugt bei seinen Aufnahmen der Symphonien von Bruckner meist eher schnellere Tempi; da scheint sich seine Aufnahme (1988) des Te Deums mit 23'13 mehr im langsameren Mittelfeld zu bewegen, etwa in der Nähe Klemperers. I wirkt kräftig und energisch und trotz 06'29 eher schnell. Es stellt sich heraus, dass diese relativ lange Aufführungsdauer von I auf den langsameren Mittelteil ("sehr ruhig") zurückzuführen ist, den Rögner sehr langsam spielen lässt - Zahlen können also etwas irreführend sein. Der plötzliche Übergang zu "a tempo" (I, 161) ist in seiner Abruptheit wirkungsvoll; in IV wird Rögner diesen Effekt bei "Per singulos" (311) wiederholen. In I fällt das schöne Solistentrio auf: Sopran und Tenor haben strahlende Stimmen, der Alt sorgt für zusätzliche Klangfarbe. Dennoch überzeugt der Tenor nicht ganz: Er gestaltet zwar in II und IV seine Partie mit Gefühl für Steigerung, doch die Stimme klingt manchmal umflort, und an einigen Stellen in IV (273, 276) stößt er womöglich an seine Grenzen, so dass seine Stimme einen unschönen Klang bekommt. In IV und V baut Rögner einige Verzögerungen ein. In IV ist diese in der Partitur bei 351 vorgesehen, aber Rögner lässt zweimal verlangsamen, bei 337 und bei 351; in V erfährt das Tempo bei Alla breve (485) zunächst eine Beschleunigung, der ein Ritardando folgt, beim Accelerando (493) beschleunigt Rögner sehr stark, zieht aber ab 503 mit einem starken Ritardando die Bremse. Anscheinend benutzt Rögner das Mittel des Tempowechsels gerne zur Gestaltung des musikalischen Ablaufs. Auf den daraus resultierenden Kontrasten beruht zum Teil die Wirkung seiner insgesamt packenden Interpretation. 

Die Aufnahme unter Krahwinkel (1990) zeigt, welches manchmal erstaunliche Niveau nicht-professionelle Chöre erreichen können. Die Aufnahme existiert nur als Kassette, ein Medium, das kaum in der Lage ist, die ganze Spannweite von pp bis ff einzufangen. Die Aufnahme klingt in Tutti-Passagen recht dumpf und etwas undifferenziert, die Orchesterbalance ist nicht optimal, vor allem die Pauken und die Orgel 'erdrücken' manchmal den Chor, was durch die Aufnahmetechnik und/oder die Akustik bedingt sein mag. Die Tempi sind relativ zügig, ohne schnell zu sein, nur V bewegt sich im langsamen Bereich der Skala. Das Solistenquartett singt sauber, wenn auch die Stimmen (noch?) nicht die Flexibilität mancher großen Kollegen besitzen mögen; auch der Bereich ihrer Dynamik ist nicht so groß. Das Orchester ist in dieser Aufnahme wegen der vielen Tutti-Stellen nicht gut durchhörbar, sorgt aber trotz kleinerer Ungenauigkeiten für eine solide Begleitung. In Bezug auf den Chor gilt ein Bedenken: Er singt oft über dynamische Abstufungen hinweg, ein pp klingt höchstens als p, eher als mf. Ansonsten: Chapeau!

Obgleich Asahina bei seinen vielen Aufnahmen der Bruckner-Symphonien eher bedächtige Tempi wählt, gilt dies nicht für sein Te Deum (1991): mit 20'59 gehört es zu den schnelleren Einspielungen. Wie oft bei japanischen Aufnahmen handelt es sich um einen Konzertmitschnitt. Für I ist 06'10 nur mäßig schnell - etwas schneller als Haitink (1966), etwas langsamer als Jochum, und da das "sehr ruhig" im mittleren Teil nicht zum Schneckentempo wird, ist Asahinas Haupttempo etwas langsamer als das von Rögner, der 06'19 braucht... Vermutlich steht Asahina ein großer Chor zu Gebote, der einen massiven Klang mit ab und zu kleinen Ungenauigkeiten produziert. Die Solisten sind nicht herausragend, sind wenig expressiv; der Tenor singt in II über dynamische Unterschiede hinweg, zwischen pp und f ist kaum ein Unterschied hörbar. IV ist mit 05'48 ziemlich schnell und wirkt hier etwas flach, weil wenig flexibel. Merkwürdig ist, dass die zwei letzten Takte von IV in der Partitur ein Diminuendo haben, während Asahina Soprane und Alte ein Crescendo singen lässt. Auch in V greift Asahina in die Partitur ein, indem er das Accelerando nicht der Partitur entsprechend bei 493 einsetzen lässt, sondern bereits vier Takte früher, gleichzeitig mit dem Einsatz des Blechs und der Pauken (eine Orgel ist in dieser Aufnahme nicht hörbar), und zwar in atemberaubender Geschwindigkeit, so er am Schluss zu einem Ritardando gezwungen ist. Grosso modo zwar eine gute Aufnahme, die aber Asahinas Kultstatus (zumindest in Japan) nicht bestätigt. Klanglich ist sie etwas 'fettig' geraten, was möglicherweise (auch) auf die Akustik zurückzuführen ist.

Hornsteiner (1992) wählt bedächtige Tempi, sein Te Deum gehört zu den sehr langsamen (28'05) Einspielungen, nur Celibidache ist noch (viel) langsamer. I klingt in der Tat "feierlich mit Kraft" - aber auch Allegro? Dennoch wirkt die Musik nicht schleppend, sie schreitet einher und demonstriert Kraft. In den Tutti-Passagen klingen das tiefe Blech und die Orgel durch, die Musik wirkt imposant. Chor und Orchester sind anscheinend sehr direkt aufgenommen, man hört quasi den Stimmansatz mancher Sänger und die Nebengeräusche der Pauken vor L (160). Der Chor ist nicht perfekt, aber doch überzeugend, die dynamischen Zeichen werden beachtet. Die Solisten überzeugen nicht so ganz - am meisten noch der Sopran, dessen Stimme in I in den Höhen zu entschweben scheint und dem Stück die Leichtigkeit und Helligkeit gibt, die Bruckner vorgeschwebt haben mag; der Tenor dagegen macht in II keinen sehr sicheren Eindruck (in 184 setzt er sogar zu früh ein, was allerdings kaum auffällt), singt mit ziemlichem Vibrato, macht (vor allem in IV) wenig Unterschied zwischen p und mf, und in höheren Lagen klingt seine Stimme manchmal 'gekniffen'; der Bass scheint seine Stimme nicht gut kontrollieren zu können. Der Zusammenklang als Quartett überzeugt leider auch nicht. Die langsamen Tempi dieser Aufführung werden z.T. durch die Ritardandi hervorgerufen; Hornsteiner arbeitet immer wieder mit nicht in der Partitur enthaltenen Verzögerungen. So wird der letzte Akkord von II (Posaunen und Basstuba) übermäßig gedehnt, und Ähnliches spielt sich in IV vor dem Allegro-Einsatz (311) ab - auch da ein (nicht vorgesehenes) Ritardando mit sehr lang angehaltener Schlussnote. III spielt Hornstein nicht viel langsamer als z.B. Karajan oder Szell, aber auch hier zieht das Ritardando am Ende den Abschnitt in die Länge, das anschließende Allegro wirkt träge, gezogen. In V wird der "non confundar"-Choreinsatz (390) sehr langsam genommen, die darauf folgende Fuge nimmt dann das Eingangstempo wieder auf. Ab Z (493) gibt es kaum ein Accelerando, am Schluss aber wohl wieder ein Ritardando. Die Koda ist völlig im Geiste dieser Aufführung imposant - aber vorher mag das andauernd langsame Tempo beim Hörer Ermüdungserscheinungen hervorgerufen haben...

Nazareth führte das Te Deum 1993 im Vatikan in Anwesenheit des damaligen Papstes auf, und dieser historische Rahmen dürfte die CD-Ausgabe veranlasst haben. Interpretatorisch fällt sie kaum auf: Es ist eine eher brave Aufnahme ohne scharfe Kanten, ohne viel Intensität. Die Tempi sind ziemlich durchschnittlich, nur der letzte Abschnitt ist ein wenig langsam. Der Chor singt diszipliniert, könnte aber etwas mehr 'Pep' gebrauchen. Auf die Solisten nimmt der Dirigent anscheinend wenig Einfluss; so ist z.B. ein Decrescendo, das die Partitur 39-42 vorschreibt, kaum feststellbar, und in V setzt das Solistenquartett ungleich ein, was in den Aufnahmen des Te Deums selten vorkommt. In V lässt der Dirigent bereits beim Alla breve (485) beschleunigen, und dann beim Accelerando (493) noch einmal; am Schluss kombiniert er ein Ritardando mit einem leichten Crescendo - beides in der Partitur nicht vorgesehen, aber es bewirkt einen machtvollen Abschluss. Klanglich hat die Aufnahme einen großen Bereich von pp bis fff und ist klar, so ist z.B. die Hornbegleitung in IV, 315-318 hörbar, was sonst selten der Fall ist. Leider stehen die Solisten offenbar weit vom Mikrofon entfernt; in IV bei 315-318 ist ein unangenehmes schrilles Geräusch zu hören. Grosso modo eine befriedigende Aufnahme ohne besondere Merkmale. Die Aufnahme kennt - sehr ungewöhnlich und etwas unkomfortabel - keine Trackeinteilung.

Die Aufnahme unter Best (1993) gehört da in eine ganz andere Kategorie. Schon gleich zu Beginn schlägt ein machtvoller Einsatz mit brausender Orgel (eine einmontierte Westminster-Orgel!), die zusammen mit den Pauken und dem tiefen Blech für eine solide instrumentale Grundlage sorgt, den Hörer in den Bann. Der (vermulich mittelgroße) Chor singt flexibel und zuverlässig, die Solisten sind ausgezeichnet, dynamische Vorschriften werden meistens genau beachtet (mit Ausnahme des Diminuendo sempre in I 39 und des p in 99, "Patrem immensae majestatis", das etwas laut geraten ist; das gleiche gilt für das pp in V 379). Der Tenor singt zwar mit ziemlichem Vibrato, aber sehr schön mit Emphase. Die einzelnen Abschnitte zeigen ihren unterschiedlichen Charakter mit einer schönen Abwechslung von Wucht (I und III) und Zartheit (II, IV); nach dem beschaulichen IV bringt V erneut Vorwärtsbewegung. In der Koda, bei 493, findet kein Accelerando statt, sondern eine feierlich-gemessene Bewegung mit ganz am Ende einem leichten Crescendo und ditto Ritardando - überwältigend! Auch die Aufnahmetechnik ist exzellent: ein aufregender Tuttiklang von Chor und Orchester, der alles vibrieren lässt und trotzdem transparent bleibt und Details hörbar macht; die Chorstimmen z.B. lassen sich meistens mühelos verfolgen. Es ist, auch in V, eine ziemlich geradlinige Interpretation ohne viel Temposchwankungen. Eine spannende Aufnahme! 

Yamashita (1993) beschert uns, nach Asahina, die zweite Aufnahme aus Japan. Gleich der Anfang wirkt gezogen und zäh; es klingt zwar "feierlich", aber nicht "mit Kraft". An Stellen, wo die Orgel mitspielt, übertönt diese regelmäßig das Orchester und bestimmt maßgeblich das Klangbild. Technisch zeigt sich der Chor seiner Aufgabe durchaus gewachsen, klanglich begeistert er trotzdem nicht; besonders in IV gibt es einige unsaubere Stellen. Das Orchester vermag nur mäßig zu überzeugen. Die Solisten tun sich nicht besonders hervor, ihre Stimmen zeigen kaum Nüancen,  der Tenor hat eine nasale Stimme, ist manchmal unsicher, singt alles mit fast gleicher Lautstärke; in V überbrüllt er manchmal die anderen Solisten. Homogenität will sich nicht einstellen, es gibt wenig Wohllaut, kein Feuer beseelt die Interpretation.

Auch Bader entfacht mit seiner Aufnahme (1994) keine Stürme der Begeisterung. Der große Chor kann zwar Fülle erzeugen, kennzeichnet sich aber durch einen massiven, pompösen Klang ohne viel Klangkultur; das "miserere" klingt als "miserère". Das Orchester ist mittelmäßig und kennt wenig Klangverfeinerung, die Geigen jodeln stellenweise mit starkem Vibrato, fast sentimental, die Posaunen tuten beim "quem admodum speravimus (IV, 358-363) über den Chor hinweg. Die Solisten sind sehr mittelmäßig; der Sopran singt wild, der Tenor schmiert in II und brüllt an forte-Stellen. Die Aufnahmetechnik tut ein Übriges, die Aufnahme umzubringen: Sie klingt stellenweise dumpf, der Klang ist nicht präzise und verschwimmt an Tuttistellen in der etwas halligen Akustik, wodurch der gesungene Text manchmal unverständlich wird. Dadurch klingt der Anfang sowohl von I wie von III mehr nach Jüngstem Gericht als nach Lobgesang und geht die Koda von V mit viel Lärm einher, mit Extra-Erwähnung der Pauken. Eine sehr grob gestrickte Interpretation.

Ganz anders die Aufnahme von zu Guttenberg (1995). Der Eingang des 1. Abschnitts wirkt kräftig und energisch; das Paukencrescendo in 8 soll das wohl noch unterstreichen, ist aber fast des Guten zu viel (wird trotzdem 77 und 163 wiederholt, auch bei III, 223). Vermutlich singt hier ein ziemlich groß Chor, mit einem geschmeidigen, homogenen Klang, der die verschiedenen dynamischen Abstufungen der Partitur mühelos meistert. Der Sopran stellt gleich in I ihre schöne Stimme unter Beweis, der Tenor überzeugt ebenfalls, namentlich in II; er artikuliert sorgfältig, beachtet genau die dynamischen Steigerungen p - mf - f und singt die verräterischen f-Stellen mit sehr geschmeidiger Stimme, die nie außer Kontrolle gerät. Auch als Quartett überzeugen die Solisten. Während die meisten Basssolisten in ihrer Solophrase 291-300 in 296 eine hässliche und textuell unsinnige Atempause einlegen, schafft es dieser Bass als einer der wenigen, die Phrase als Einheit zu singen. Abgesehen von den Paukencrescendi (die es in anderen Aufnahmen nicht gibt) und einigen eher sparsamen Ritardandi, folgt zu Guttenberg der Partitur. V weiß er auf diese Weise als Einheit zu gestalten; er wählt dafür ein straffes, nicht zu schnelles Tempo, gewährt allerdings auch kein Accelerando (493), und so endet sein Te Deum majestätisch und feierlich. Die Aufnahme klingt räumlich und realistisch.

Welser-Möst hat eine opulent klingende Aufnahme (1995) des Te Deums gemacht. Schon gleich zu Anfang wird man von der Orgel umbraust: Dass ein als ad libitum eingesetztes Instrument in der ersten Tuttipassage des Rest des Orchesters übertönt, kann vom Komponisten kaum so gedacht sein... Welser-Möst wählt ein zügiges Tempo - seine Einspielung gehört zu den schnellsten, etwa wie Andreae oder Mehta (1976), nur Janigro, Ormandy und Walter sind schneller. Das "a tempo" nimmt der Dirigent relativ ruhig, aber beim ff (53) setzt wieder das schnelle Eingangstempo ein. Er arbeitet Kontraste scharf heraus, hält sich aber strikt an die Partitur. Ihm steht ein zuverlässiges Interpretenteam zur Verfügung; Chor und Orchester agieren prompt, die Solisten bilden ein homogenes Ensemble. Das Solistenquartett passt wunderschön zusammen - man hört jede Stimme und trotzdem bilden sie eine Einheit. Welser-Möst arbeitet weniger Details heraus als dass er große Linien schafft, also Struktur; dabei läuft er natürlich manchmal Gefahr, dass die Musik 'stromlinienförmig', also glatt wirkt und dass Emotionen auf der Strecke bleiben. So wirkt etwa das dreifache "miserere" in IV (340-348) nicht als Bitte um Gnade, und das anschließende "Fiat misericordia tua" bekundet wenig Inbrunst, ist wohl auch nicht "ruhig", wie es die Partitur verlangt. Diese Inbrunst lässt wohl das Solistenquartett in dem "In te, Domine, speravi" (V) verspüren. Mit leichter Beschleunigung (493) geht es bei Welser-Möst in die Koda hinein, mit vollem Sound - trotz des eigentlich unnötigen Ritardandos am Ende ein sehr wirksamer Schluss. Wenn man von der gelegentlichen Dominanz der Orgel absieht eine gut aufgenommene und gut aufgebaute Interpretation mit hervorragenden Interpreten, nur vielleicht ab und zu ein wenig glatt. 

Einen großen Kontrast zu dieser elegant wirkenden Einspielung bildet die von Rilling (1996). Sie gehört mit 25'18 zu den langsamen; abgesehen vom Extremfall Celibidache sind nur Hornsteiner (28'05), Hug (26'29) und Karajan (1984: 25'58) langsamer; Wedel liegt mit 25'19 etwa gleich. Trotzdem macht I keinen langsamen Eindruck: dadurch, dass die repetierenden Figuren der Streicherbegleitung stets wieder als rhythmsche Grundlage hörbar bleiben und außerdem straff gespielt werden, bleibt das Gefühl eines nicht ablassenden Fortschreitens erhalten. Das langsamere Tempo gibt dem Chor die Möglichkeit, alle Artikulationszeichen zu beachten; die Feinheiten der Partitur wie etwa die Läufe der Holzbläser oder das Crescendo der Pauken bei 160 werden hörbar gemacht und ausgekostet, bis bei L (I, 161) das erste Tempo wieder erreicht wird. Die Musik wirkt zwingend, nicht freibleibend; hier wird kein 'Stereo spectacular' zelebriert, sondern ein religiöses Werk. Rillings Tempowahl wird nicht jedermanns Sache sein, im Vergleich zu den meisten anderen Dirigenten lässt er relativ langsam spielen, aber die Musik enthüllt ihre Schönheiten und Feinheiten, die sonst auf der Strecke bleiben. Der Chor singt homogen und technisch perfekt, die Solisten fügen sich schön zusammen; leider klingt der Bass in seiner Solophrase in IV ("Et rege eos", IV 291ff.) etwas schwer, fast schwerfällig. Auch Rilling flicht ab und zu Ritardandi ein, was bei einem sowieso nicht schnellen Grundtempo leicht dazu führen kann, dass der Fluss der Musik ins Stocken gerät - gerade das geschieht am Ende von IV, wir sind hier weit vom anfänglichen Allegro entfernt. Da überzeugt das "mäßig bewegt" von IV mehr - Rilling befindet sich dort vom Tempo her in der Nähe von Jochums Einspielungen; aber auch hier, wie andere Dirigenten ja auch, greift Rilling einige Male zum Mittel des Ritardandos, wie etwa 427, wo er ein Diminuendo mit einem Ritardando koppelt, um dann beim "a tempo" (443) wieder zum Eingangstempo zurückzukehren, das dann noch angezogen wird. Rilling erlaubt sich leider in V diverse Freiheiten bei der Tempogestaltung, ansonsten ist dies eine eindrucksvolle Einspielung. 

Das Brucknerjahr 1996 hat sich insgesamt in fünf Einspielungen des Te Deums niedergeschlagen. Hausreithers Aufnahme mit einem Schulchor und professionellen Solisten überrascht durch ihr Niveau. In den schnelleren Abschnitten wählt der Dirigent zügige Tempi, die für einen Schulchor fast halsbrecherisch anmuten und dennoch überzeugend gemeistert werden. Man spürt das Engagement und das Feuer, das die Interpreten beflügelt haben muss; die Koda ist eine der schnellsten der verfügbaren Aufnahmen! Kleine Unebenheiten verzeiht man angesichts dieses Einsatzes gerne. Auch die Solisten tragen zu dem positiven Eindruck bei. Ein Rätsel bleibt allerdings, weshalb in IV bei 305-306 keine Oboen - die einzigen Bläser an dieser Stelle! - zu hören sind.

Die Interpretation unter Weil (1996) verläuft geradlinig und verrät Sorgfalt. Weil braucht für das Werk 20'55, ist also ziemlich schnell, etwa wie Andreae und ist deutlich schneller als Jochum. Ihm steht ein großer Chor zur Verfügung, wie gleich am wuchtigen Eingang von I schon deutlich wird, wo fast nur Chor, Orgel und Pauken zu unterscheiden sind. Das Solistenquartett überzeugt; vor allem der Tenor ist natürlich wichtig, der hier eine schöne Stimme hat und in II seine Partie behutsam aber sehr stilvoll meistert. Die dynamischen Zeichen werden meistens genau umgesetzt, mit der Einschränkung, dass die Solisten Schwierigkeiten mit dem pp haben, der Chor aber nicht. Wie der Anfang kommt auch die Koda wuchtig daher, vielleicht etwas weniger schnell als man erwartet hätte, aber würdevoll, extatisch und imposant. Die Aufnahme ist etwas hallig, was sich in den Tutti-Passagen bemerkbar macht.

Bei den von Ortner regelmäßig durchgeführten Chorakademien in Krems steht immer wieder Bruckner auf dem Programm des Abschlusskonzertes; 1996 war es das Te Deum. Bei diesen Programmen handelt sich um einen semi-professionellen ad-hoc-Chor, um professionelle Solisten und um ein vermutlich professionelles Orchester, die zusammen ein hohes Niveau erreichen. Der Anfang von I kommt gemessen schreitend daher, und es zeigt sich, dass die Didaktik Früchte gezeitigt hat, denn Chor und Orchester beachten Bruckners Akzentzeichen (die manchmal bei professionellen Aufführungen untergehen). Die wenigen kleinen Ungenauigkeiten dürften mit dem Live-Charakter der Aufnahme zusammenhängen. Die Solisten verdienen extra Erwähnung: sehr klare Stimmen, die des Soprans sogar strahlend, und anders als manche anderen Solisten halten sie sich in punkto Dynamik wie der Chor genau an die Partitur. Der Tenor singt seine Solopassagen in II und IV mit viel Ausdruck, die anderen Solisten fügen sich wunderbar ein - exzellent! In punkto  gibt es kaum Probleme mit der Kirchenakustik, nur ab und zu ist der Chorklang nicht klar definiert oder klingt der Nachhall durch. Diese gelungene semi-professionelle Aufführung macht klar, dass Eingriffe in die Partitur überflüssig sind und die klare Gliederung sogar verdecken können. Dass auch Ortner am Schluss mit dem unverzichtbaren Ritardando aufwartet, kann man deshalb verschmerzen.

Track hat mit dem Chor und Orchester "seines" Konservatoriums 1996 ein Bruckner-Konzert mit einem reizvollen Programm gegeben, größtenteils abseits der gebahnten Wege (Ouvertüre, Festkantate, Vier Orchesterstücke, Psalm 150 und Te Deum); dieses Konzert ist auf CD festgehalten worden. Keine "großen" Namen, wahrscheinlich wirkten hauptsächlich Studenten mit, aber der Aufnahme hat dies nichts geschadet. Die Interpretation Te Deums ist mit 20'54 relativ zügig, ohne schnell zu wirken. Es ist eine rundherum überzeugende Aufführung. Der Chor singt ausgezeichnet - flexibel und kraftvoll, die Solisten fügen sich wunderbar zusammen, besonders Tenor und Sopran haben eine angenehm warme Stimme und müssen nicht schreien um ihre Intentionen unter Beweis zu stellen, Alt und Bass fügen sich harmonisch ein. Die Partitur wird im allgemeinen genau befolgt, auch die Tempo- und Dynamikvorschriften werden eingehalten. Der Schluss des Werkes gestaltet sich vom Alla breve an sehr effektvoll: Das Ritardando wird beachtet, dann aber findet ab Z kein Accelerando statt, wodurch die Koda imposant dem Ende entgegenrauscht, wobei Track allerdings in den letzten Takten noch ein Ritardando einflicht. Leider hat die Tontechnik beim Bearbeiten der Aufnahme einige Male eingegriffen, so dass manche Stellen nicht ausklingen können, was beim Hören unnatürlich anmutet.  

Der Aufnahme unter Reinthaler (1996) hat die Klangtechnik übel mitgespielt. Die Kirchenakustik (Neuer Dom Linz?) wirkt sich ungünstig auf den Klang der Aufnahme aus: Der Klang 'schwimmt', ist 'wollig' und sehr kompakt, f-Stellen klingen wie ein lautes Brausen, Einzelheiten sind oft unhörbar, die Solisten stehen irgendwo weit weg, der Chor klingt umflort. Man kann feststellen, dass sich der Chor nicht immer genau an die dynamischen Vorschriften hält und dass dann ein p ebenso laut wie mf oder gar f klingt (vgl. V, 396, 398). Es handelt sich deutlich um eine imposante Aufführung, aber durch die unzulängliche Klangtechnik lassen sich ihre Meriten auf weite Strecken nur ahnen.

Auch die Aufnahme unter Wedel (1999) besteht die Probe nicht, und zwar nicht durch eine mangelhafte Aufnahmetechnik, sondern durch die Aufführung selbst. Vermutlich spielte keine Orgel mit; die Aufnahme klingt sehr hell. Wedel bevorzugt langsame Tempi, vergleichbar mit denen bei Rilling. Die Interpreten haben mit diesem Werk zu hoch gegriffen. Der Chor hat Probleme mit der  Intonation, etwa die Bässe in I, 152-153, oder in III, wo die a cappella-Takte 251-255 schauerlich unhomogen klingen; manchmal singt er zu laut, z.B. das "aperuisti" (I, 146), wo pp vorgeschrieben ist, und I, 148 erklingt sogar eine Solostimme aus dem Chor... Zusammenfassend: der Chor singt immer wieder ungenau und unsauber; Stimmenpotential scheint wohl vorhanden zu sein, aber für die großen Chorwerke reicht es (noch) nicht. Die Solisten sind ebenfalls unter Niveau - sie singen die p-Stellen viel zu laut (z.B. II, 181-182 passim), der Tenor brüllt die mf-f-Passagen heraus, sowohl solo wie im Quartett - und anscheinend hat er das Pech, dass das Mikrofon über ihm hängt, so alle Unvollkommenheiten seines Vortrags gnadenlos ausvergrößernd, der Sopran hört 209 eine Viertelnote früher auf als die anderen Solisten, und der Bass ist kaum besser als der Tenor. Im Orchester sind es die Posaunen, die immer wieder durch zu lautes Spiel unerwünscht auf sich aufmerksam machen. Für eine Interpretation ist da kaum noch Platz.

Etwas besser bestellt ist es um die italienische Aufführung unter Guidotti (1999). Der allem Anschein nach verhältnismäßig große Chor singt sehr engagiert und überzeugend, trotz kleiner Missgriffe. Obgleich 06'21 für I nicht ausgesprochen schnell ist, pulsiert die Musik. Leider scheint es bei den Solisten ein Problem mit dem Mikrofon zu geben, wodurch der Gesamtklang etwas uneinheitlich ist. Da das Konzert in einer Kirche stattgefunden hat, ist der Klang außdem hallig. Die Solisten sind befriedigend, nur der Tenor klingt etwas opernhaft. Das Orchester ist mäßig; die Bratschen z.B., die in II den Tenor begleiten, scheinen sich ihrer Sache nicht sehr sicher zu sein. Bei Tuttistellen agiert das Orchester jedoch nur im Hintergrund, kleine Unvollkommenheiten fallen so nicht auf. Das Klangbild der Aufnahme ist sowieso kompakt und nicht analytisch; vielleicht klingt deshalb die Solovioline in II und IV nur im Hintergrund. Die Orgel ist so gut wie unhörbar. Das Zusammenspiel zwischen Chor und Orchester verläuft nicht überall problemlos. Manchmal gibt es ablenkende Nebengeräusche; irritierend sind die kurzen elektronischen Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten, sie sind überflüssig und stören wirklich, weil sie die Illusion, bei einem Live-Konzert mit dabei zu sein, immer wieder zerstören. Die Interpretation verzichtet auf Freiheiten in Bezug auf Dynamik und Tempi.  

Aus demselben Jahr 1999 stammt die Aufnahme unter Schets. Ein nicht-professioneller Chor, regionale Solisten, ein regionales Begleitorchester - ein nicht ungefährlicher Mix, aber die Aufnahme übt dennoch einen gewissen Sog aus, und schlecht ist sie bestimmt nicht. Die Klangtechnik hat anscheinend vor allem auf die Orgel (und an zweiter Stelle auf das Blech) fokussiert, so dass diese in der Lage sind, in den Tuttipassagen (an anderen Stellen spielt die Orgel ja nicht mit) den Rest des Orchesters zu überstimmen (was natürlich nicht sein sollte, denn schließlich ist die Orgel ja  "unobligat"), und so braust der erste Abschnitt mit donnerndem Getöse majestätisch und wirkungsvoll an dem Hörer vorbei, und die leicht hallige Akustik tut das ihre, eventuell unliebsame Details zu kaschieren. Negativ ausgedrückt: In Tuttipassagen entsteht ein undurchsichtiger "Gesamtklang", bei dem auch der Text unterzugehen droht. Es ist also bestimmt keine  Aufnahme, die mit subtilen Details aufwartet. Die Solisten sind mehr als passabel, auch wenn der Tenor sein Solo in II etwas neutral singt. Der Abschluss ist wie der Anfang majestätisch und geht ohne Beschleunigung über die Bühne, mit einem minimalen Ritardando ganz am Schluss.

Schmid (2000) bevorzugt gemäßigt schnelle Tempi; seine Interpretation macht einen wohltuend ausgewogenen Eindruck. Der Chor singt mit Kraft und reagiert alert, das Solistenquartett klingt harmonisch zusammen, die Balance der Aufnahme (Solisten, Chor, Orchester) ist im allgemeinen gut. In I ist der Übergang von "sehr ruhig" zum "a tempo" schön realisiert, II atmet Ruhe aus. In V wird das "mäßig bewegt" in etwa als Allegro interpretiert, beim "a tempo" wird stark verzögert. Die Koda wird nur mäßig beschleunigt, in den letzten Takten wird dann noch ein starkes, etwa pompös klingendes Ritardando eingesetzt. Obgleich der Dirigent sehr aufmerksam bei der Realisierung der in der Partitur angegebenen dynamischen Modifizierungen ist, bleibt eine Stelle in IV unterbelichtet: Die Steigerung von ppp ("miserere", 341) über pp ("nostri", 347) bis zum f ("Fiat", 348) ist kaum hörbar. Anders als bei manchen anderen Aufnahmen dient das Orchester in lauten Passagen nicht als Geräuschkulisse, sondern bleibt als solches hörbar; der Klang der Tuttipassagen ist etwas unscharf, ist aber ansonsten gut. Nur beim Schluss-Accelerando übertönt das Orchester den Chor, so dass das jauchzende, absteigende "aeternum" gegenüber der Gewalt des Orchesters etwas verblasst. Die Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten sind ziemlich lang geraten.

Die Aufnahme unter Brennich entstand 2001 als Mitschnitt eines Konzertes, das von deutschen, französischen und polnischen nicht-professionellen Chören und einem Jugendorchester bestritten wurde und in der Kathedrale St. Denis stattfand. Das sind ideale Umstände für ein großes Happening (was es auch wohl war), eine fein ziselierte Interpretation indes ist bei einem solchen Rahmen kaum möglich. Ein großer Gelegenheitschor kann, getragen von der Begeisterung der Teilnehmer, einen mächtigen Sound produzieren, Flexibilität und gesangliches Raffinement darf man da nicht erwarten. Außerdem ist die Kulisse der Aufführung, eine große gotische Kathedrale, eine Herausforderung für Tontechniker. Manche Probleme haben sie nicht lösen können: Obgleich der Klang ansonsten recht natürlich wirkt, verschwindet der Chor in Tuttipassagen hinter dem Orchester, manchmal übertönen die Posaunen den Rest des Orchesters und den Chor (z.B. I, 138-143); es entsteht so ein pauschaler Klang, der Einzelheiten verdeckt. Die solistischen Abschnitte dagegen klingen transparent. Konzentriert man sich auf die Aufführung, muss man erstaunt feststellen, dass auch ein nicht-professioneller Gelegenheitschor, der sich aus Angehörigen dreier verschiedener Nationen mit jeweils grundverschiedenen Muttersprachen zusammensetzt, ein respektables Niveau erreichen kann. Nur gegen Ende mögen sich Ermüdungserscheinungen eingeschlichen haben: Am Anfang V geht es schief, ein ungleicher Einsatz der Solisten, die Hörner blasen daneben - wie überhaupt in V mehr Schnitzer bei Chor und Orchester vorkommen als in den früheren Abschnitten, und ganz am Schluss liefert die Orgel einen "Nachschlag". Bei den Beteiligten wird das Konzert einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, und die Doppel-CD hält ihn fest; dass das Te Deum keine Trackeinteilung kennt, wird sie kaum stören.

Die Aufnahme unter Pötsch (2001) dokumentiert eine Schulaufführung durch einen Schulchor und ein Schulorchester. Die Orchesterbegleitung wurde den Möglichkeiten der Schule angepasst: Der Dirigent transkribierte die Partien der Bläser (mit Ausnahme der der Posaunen) für die Orgel - ein Verfahren, das es früher öfters gab, sogar bei professionellen Aufführungen und wogegen wenig einzuwenden ist. Obgleich die jungen Stimmen manchmal an ihre Grenzen stoßen, mutet die Aufnahme sympathisch an; sie ist selbstverständlich nicht als 'Konkurrenz' für die offiziellen Einspielungen gedacht, aber das klangliche Resultat kann sich trotzdem hören lassen und ist ein Beweis dafür, dass eine anspruchsvolle Musikerziehung Früchte abwirft. Leider hat man beim Setzen der Tracks elektronische Pausen eingebaut, die hier völlig fehl am Platze sind.

Manchmal überraschen relativ kleine Orte, die nur auf ein nicht-professionelles Ensemble (Chor und Orchester) zurückgreifen können, mit sehr hörenswerten Konzertmitschnitten. Das ist der Fall bei der Aufnahme unter Kronlachner (2002) aus dem oberösterreichischen Schwanenstadt (wo auch schon die Musikerfamilie Süßmayr beheimatet war!): ein flexibel singender Chor mit homogenem Klang, ein zuverlässig spielendes Orchester (nur die Streicher sind manchmal etwas unsicher) und ein gut besetztes Solistenquartett bringen eine sehr idiomatische Aufführung mit flüssigen Tempi zustande. Die wechselnden dynamischen Abstufungen werden sorgfältig beachtet, auch von den Solisten. So singt der Tenor das "Te ergo" beherrscht, so die so wichtigen Steigerungen von p über mf zu f behutsam umsetzend, und die anderen solisten und der Chor folgen ihm. Einige kleine Freiheiten erlaubt sich der Dirigent; so wird am Ende des Aeterna fac, bei "a tempo" (ab 249) das Tempo stark zurückgenommen, aber dadurch wird der Übergang zum "Moderato" des Salvum fac hergestellt. Der Schlussabschnitt, "mäßig bewegt" überschrieben, sorgt mit seinem  gemessen einhergehenden Tempo für einen feierlichen Abschluss, es findet kein Accelerando statt, wohl in den Schlusstakten ein leichtes Ritardando - offenbar für viele Dirigenten unverzichtbar. Die Balance der Aufnahme ist nicht optimal: Der Chor klingt dem Orchester gegenüber leicht distanziert und ist nicht immer gut verständlich; dafür sind manche Details der Instrumente, die sonst im Gesamtklang leicht untergehen, gut hörbar. Die CD kombiniert das Te Deum mit der d-Moll-Messe.

Hug (2002) lässt das Te Deum träge spielen: Nach Celibidache (31'42) und Hornsteiner (28'05) steht Hug mit 26'29 an dritter Stelle in punkto Langsamkeit. "Feierlich" ist der Anfang schon, aber doch wohl nicht "Allegro"? Anscheinend verführt das Tempo sowohl Chor wie Orchester wie Solisten zu gelegentlicher Ungleichheit, obwohl das Ensemble eigentlich vortrefflich singt bzw. spielt. Nur die leise klingen sollenden Töne des Chores überzeugen nicht, weil sie zu laut sind - vgl. etwa IV, 340-341 bei "miserere", wo zwischen ppp und pp differenziert werden soll. Solche Stellen wirken dadurch flach. Insgesamt ist es aber eine gute Aufführung, interessant als Dokument des Chores. Dass die Stimmen der Solisten alle von links kommen, ist freilich gewöhnungsbedürftig.

Ein größerer Gegensatz als der zwischen Nödl (2003) und Hug ist kaum denkbar: Mit 20'26 bringt Nödl eine ausgesprochen schnelle Einspielung, die diese in die Nähe von Walter (1956) und Welser-Möst rückt. Mit dem schnellen Tempo geht Präzision einher. Die Streicherbegleitung am Anfang von I ist rhythmisch scharfgestochen, der Chor benutzt die ganze Bandbreite zwischen pp und fff, die Tempoabstufungen sind schön realisiert. Durch die schnellen Chorpartien von I, III und IVb wirken II und IVa wie eine Oase der Ruhe. Der Tenor singt ohne jede Theatralik, eher bescheiden; der Bass dagegen wirkt in seinem kurzen Solo in IV (291-300) etwas unsicher und vibriert, im Gegensatz zum Tenor, ziemlich stark; bei "in aeternum" (296-299) muss er zweimal Atem holen, was dieses sowieso spröde klingende Solo nicht besser macht. Wie Hug übergeht auch Nödl das ppp bei "miserere" (IV, 341. In V ist der Zusammenklang zwischen den Solisten nicht optimal. Der letzte Abschnitt wirkt trotz einiger Temposchwankungen relativ einheitlich. Beim Accelerando (493) wird tatsächlich beschleunigt und hebt eine überwältigende Koda an mit einem leichten Ritardando im Schlusstakt. Eine packende Interpretation!

Die Einspielung unter Trummer (2003) wurde in einer Kirche aufgenommen, und darunter hat diese leider sehr hallige Aufnahme ernsthaft zu leiden; es ist nicht auszuschließen, dass dadurch die realen Klangverhältnisse etwas verzerrt und die Dynamik in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Eigentlich ist dies eine eindrucksvolle Aufnahme, die schon gleich zu Anfang durch die Wucht des Klanges imponiert, bei einem Tempo, das nicht schnell ist (06'38) - ein schnelleres Tempo hätte in dieser Akustik verheerende Folgen gehabt! - aber wohl bewegt. Die Dynamikprobleme zeigen sich vor allem in II: In dieser auf Klangfülle ausgerichteten Interpretation in diesem Raum wird ein pp nicht immer realisiert. Der Tenor schafft anfangs in II die Steigerung p - mf - f überzeugend, aber besonders beim Chor nimmt die Tonstärke des p allmählich zu (z.B. IV, 266). Der Bass bringt sein Solo reichlich undifferenziert, zwischen mf, f und ff ist kaum ein Unterschied hörbar, und außerdem klingt sein Vortrag etwas klobig. In V klingen die Solisten eher brüsk und wenig subtil, das gilt besonders für besonders Tenor und Bass (aber dieser Eindruck mag durch die  Aufnahme hervorgerufen werden). Die Koda beschleunigt kaum, am Schluss kommt ein leichtes Ritardando. Der Chor intoniert nicht immer sicher, verfügt aber über Klangfülle und ist relativ flexibel im Ausdruck. Die Aufnahme wirkt imposant, aber in den Details klingt das Ganze ziemlich laut und unnüanciert - schade! Die auf elektronischem Wege eingefügten Pausen stören.

Die Chorvereinigung St. Augustin in Wien hat bereits diverse CDs mit Chorwerken Anton Bruckners herausgebracht; es hat sich hier anscheinend eine kleine Bruckner-Tradition entwickelt und die dabei entstandenen Aufnahmen können sich hören lassen. Wolf (2003) hat sich für mäßig schnelle Tempi entschieden. Das "sehr ruhig" (I, 146) wird genau beachtet, aber danach wird wieder zum straffen Ausgangstempo zurückgekehrt. Die Musik wirkt dadurch imposant. Die Kirchenakustik ist von der Technik relativ gut gemeistert worden, nur an f-Stellen wirkt der Tuttiklang am Anfang etwas hart. Sowohl I wie III bestechen durch den Schwung, womit der Chor seine Partie singt. Die Balance zwischen den einzelnen Gruppen - Chor, Solisten, Orchester - wirkt natürlich. Die Solisten singen als Ensemble klar und ohne viel Vibrato; leider klingt die Stimme des Tenors prosaisch, manchmal (in II) sogar unschön und sie benutzt viel Vibrato. Der Bass singt den zweiten Teil seiner Solophrase in IV (291-300) ohne neu ansetzen zu müssen, was viele seiner Kollegen nicht schaffen. In II fällt auf, dass die Solovioline in idealer Stärke erklingt, fast gleichgewichtig mit dem Solo des Tenors, wie es die Partitur vorschreibt. Einige Entscheidungen des Dirigenten überzeugen nicht ganz. So wird in IV über die Anweisung "ruhig" (351) hinweggegangen, wodurch die letzten 15 Takte dieses Abschnitts relativ flott gespielt werden und dieser kaum die Möglichkeit hat auszuklingen. In V wird das "non confundar" des Chores in 419-420 für p zu laut gesungen (im Gegensatz zu 428), wie auch das pp bei "in te Domine in aeternum"(438-442). Zweimal greift Wolf außerdem zu einem starken Ritardando, sowohl 491-492 vor dem Accelerando wie in den letzten Takten, so dass die Koda, die im gemächlichen, nicht-beschleunigten Tempo daherkommt, kaum als Klimax wirkt und etwas blass bleibt. Fazit: eine überzeugende Aufnahme mit einigen kleinen Minuspunkten.

In dieser Übersicht läuft die Aufnahme unter Stolper (2003) gewissermaßen 'außer Konkurrenz', weil sie nicht in erster Linie ein ästhetisches Erlebnis vermitteln, sondern Einblicke in die 'Alchemistenwerkstatt' Anton Bruckners bieten will. Sie bietet eine frühe Version (1881) des Te Deums - vor allem Franz Schedel hat sich um diese Ausgrabung verdient gemacht. In ihr ist das Grundkonzept schon da, die Ausführung der Details allerdings noch unausgegoren; die endgültige Fassung ist schätzungsweise um ein Viertel länger. Vor allem IV und V erfuhren in den darauf folgenden Jahren eine wesentliche Umgestaltung und Erweiterung. Stimmen sind ausgeschrieben, die Instrumentierung angegeben aber nur rudimentär ausgearbeitet; die Begleitung wird in dieser Aufnahme vom Klavier übernommen und da, wo sie fehlt, durch die entsprechenden Stellen aus Schalks Klavierauszug ergänzt. Als Chor tritt ein nicht-professioneller Ad hoc-Chor auf. Die CD war nie im Handel und nur Interessenten zugänglich.

Der Konzertmitschnitt unter König (2004) kann nicht überzeugen. Zum Teil liegt dies an der Klangtechnik: Der Chor klingt nicht, wie das bei einem Te Deum der Fall sein sollte, strahlend, sondern matt und dumpf; das gilt vor allem für die ff-Stellen, wo das Orchester, inklusive Orgel, dem Chor Konkurrenz macht. I hat viel Drive bei einer nicht ausgesprochen schnellen Zeit von 06'11; der Chor singt kräftig und hat Volumen. Die repetierenden Streicherfiguren, die für I und III so charakteristisch sind, sind nicht besonders ausgeprägt. Nicht immer sind Chor und Orchester in ihrem Zusammenspiel sattelfest, wie kleine Unebenheiten (etwa in III) zeigen. Die Solisten sind befriedigend, obgleich der Sopran mit ihrer leichten Stimme kaum "ausdrucksvoll" (I, 15) singt und der Tenor die Neigung hat, anlautende Vokale zu asperieren ("Te hergo"); er singt zwar mit viel Ausdruck, aber nicht immer kontrolliert und hohe Noten kommen manchmal 'gekniffen' heraus. Die Interpretation folgt dem gängigen Muster; bemerkenswert ist, dass V eher zügig und weniger "mäßig bewegt" gespielt wird, und dass dies bis zum Schluss durchgehalten wird. Die Koda hätte den krönenden Abschluss bilden können, aber durch den sumpfigen Klang gelangt sie nicht zur vollen Wirkung - der jauchzende Chorklang geht im Totalklang unter. Die Aufführung ist ohne Zweifel verdienstvoll, befriedigt aber durch klangliche Unzulänglichkeit nicht. 

Die Aufnahme unter Hoffmann (2005) betrifft den Mitschnitt eines Konzertes mit einem Schulchor und einem Schulorchester, und beide entledigen sich ihrer Aufgabe ganz ordentlich; zwar gibt es ungleiche Stellen zu verzeichnen, aber Chor wie Orchester schlagen sich wacker durch die Partitur. Ein Bedenken könnte man anführen: Die leisen Stellen (ppp, pp, p) klingen zu laut, der Chor operiert zwischen mf und f und dadurch gehen etliche Nüancen verloren. Wer aber unbefangen, ohne Partitur, zuhört, kann an dieser frischen und engagierten Aufführung seine Freude erleben.

Ozawa hat das Te Deum 2005 live in Wien aufgeführt, der österreichische Rundfunk hat das Konzert gesendet - und ein Pirat war zur Stelle... so muss es wohl gelaufen sein. Es ist eine der seltenen Bruckner-Aufnahmen unter Ozawa, und da sie alles andere als schlecht ist, kann man sich freuen. Ozawas Aufnahme und die von Paternostro, die im gleichen Jahr erschien,dauern etwa gleich lang (22'50, resp. 22'55), sind also relativ langsam. Vermutlich ist es auf die Qualität des  Mitschnitts oder auf die digitale Aufbereitung zurückzuführen, dass der Anfang von I rhythmisch verschwommen klingt (die übrige Aufnahme ist in Ordnung). Der Eingang von I klingt wuchtig und imposant und lässt die geballte Kraft des Chores hören, die Aufnahme lässt die Holz- und Blechbläser während der Tuttipassagen schön durchklingen, ohne dass sie zu viel die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Das Solistenquartett hat schöne Stimmen aufzuweisen, aber sie sind zu laut bzw. zu laut aufgenommen; vor allem in II ist das bedauerlich. Wie in I ist III wuchtig, ja vielleicht zu wuchtig, denn weil das anfängliche ff bereits so stark klingt, ist beim fff (223) kaum noch eine Steigerung möglich. Ozawa interpretiert übrigens das "a tempo" (249) als Verzögerung des bisherigen Tempos. In IV kann man die Nüancen bewundern, zu dem der Chor, der geschmeidig singt, fähig ist - er differenziert die diversen dynamischen Abstufungen treffsicher und plastisch. Da fällt es umso mehr auf, dass am Anfang von V das Crescendo der Solisten ("poco a poco cresc.", 367) nicht da ist, wohl einigermaßen das Diminuendo (376). Das "a tempo" (444) ist wieder sehr langsam. Die Koda wird schön beschleunigt - ein eindrucksvoller Schluss mit kaum Ritardando. Es ist die typische Choraufnahme eines Orchesterdirigenten: Anders als 'zünftige' Chordirigenten, die sich meist auf den Chor konzentrieren und das Orchester als Begleitung sehen, macht Ozawa regelmäßig Orchesterdetails hörbar und überlässt sie nicht dem akustischen Zufall. Die Aufnahme ist ein überzeugender Mix von imposanter Wucht in den Tuttistellen, gemäßigten Tempi und schönen Stimmen. 

Damit kann Paternostro (2005) nicht Schritt halten. Seiner Aufführung mangelt es an Ausstrahlung - alles ist korrekt, aber es springt kein Funke über. Der ziemlich stakkato gespielte Anfang von I befremdet etwas, der Eingang von III klingt ebenfalls abgehackt und martialisch, und auch der Tenor singt in I sein Solo stakkato. Beim Chor gibt es zwar kleine Ungenauigkeiten, ansonsten aber singt er zuverlässig und verfügt über schöne dynamische Fähigkeiten. Der Tenor hat eine kräftige und gute Stimme und ist seiner Partie gewachsen, er hält sich an die Dynamik, nur artikuliert er manchmal unschön und klingt die Stimme nasal. Die Koda in V kommt fast ohne Beschleunigung aus, verzichtet aber nicht auf zwei starke, pompös wirkende Ritardandi. Paternostro realisiert eine gute Durchschnittsaufführung ohne besondere Schönheiten.

Mehtas zweite Aufnahme (2008) verdanken wir wieder einem emsigen Piraten. Sie ist langsamer (22'02) als Mehtas erste, offizielle Einspielung aus 1976 (20'46), was sich vor allem auf die beiden Ecksätze ausgewirkt hat. Dennoch ist I noch immer mäßig schnell. Die Aufnahme ist kompakt, auf den Gesamtklang ausgerichtet, wie man das Werk vermutlich auch im Saal gehört hat. Die Orgel grundiert das Ganze, ohne aufdringlich zu wirken. Der Chor singt präzise und homogen, das Solistenquartett ist gut besetzt; vor allem Sopran und Tenor überzeugen durch eine schöne und weiche Stimme, während der Bass (in IV in seiner Solophrase) mit viel Vibrato singt und der Alt, wie in den meisten anderen Aufnahmen, im Hintergrund bleibt. In II kümmern sich die Solisten nicht übermäßig um die dynamischen Angaben - vgl. etwa p (191) oder pp (194, 195), in IV gelingt das besser. Die Pausen zwischen den einzelnen Abschnitten sind übrigens kurz, was wahrscheinlich den Absichten des Komponisten entspricht. Der Dirigent befolgt im Großen und Ganzen, mit einigen Abstrichen, die Tempomodifizierungen. In III lässt er bei 241 nicht "etwas langsamer" spielen, nur der letzte Takt des Abschnitts (255) wird etwas gedehnt; in V wird das "a tempo" langsam gespielt, das Ritardando vor dem Accelerando (491) fällt kräftig aus, die Koda selbst wird kaum beschleunigt, gelangt aber zu einem grandiosen Abschluss inklusive nochmaliges Ritardando. Trotz einiger Bedenken eine eindrucksvolle, lebendige und packende Einspielung, die mehr überzeugt als die etwas zu glatte erste Aufnahme.

Ebenfalls 2008 entstand der Konzertmitschnitt unter Luna. Der Eingang ist majestätisch, wobei das kaum mehr als geahnte Blech dem Gesamtklang dennoch das Dumpfe nimmt, das manche anderen Aufnahmen kennzeichnet: Hier erklingt ein strahlendes, helles C-Dur. Ein präzise singender Chor, einzuverlässiges Orchester und ein Solistenquartett, das sich schön einfügt und dessen einzelne Stimmen erfreulicherweise gut hörbar sind. Obgleich Abschnitt I über weite Strecken eine Abwechslung von ff und fff ist, stuft Luna die Dynamik behutsam ab. Es kommt also auf die Stellen mit ihrer fluktuierenden Dynamik an, etwa 147-161. Lunas Te Deum klingt nicht wie ein vorbeibrausender Güterzug oder wie eine Parade marschierender Legionäre, sondern beschwingt und hell, und dennoch voll Power. Die klare Aufnahmetechnik unterstützt den Dirigenten dabei - auch die Orgel ist gut hörbar ohne dröhnend zu klingen. Der Tenor differenziert in II die Dynamik, so wie Bruckner sie vorgeschrieben hat, hat zwar hörbar etwas Probleme damit, verfällt aber nicht als Ausweg aufs Brüllen; er singt eigentlich überzeugend und schön, wenn auch etwas nasal, und die übrigen Solisten ergänzen ihn schön. Auch in IV stuft der Tenor seine Partie sorgsam ab, aber die dynamischen Unterschiede bleiben begrenzt. Der Bass klingt leider etwas schwerfällig; die Trennung bei "et tolle illos in / aeternum" (296) ist unschön - andere haben es ihm aber vorgemacht... In V ist die Beherrschung der diversen Temposchattierungen wichtig; Luna hält das Grundtempo ein, baut aber kurze in der Partitur nicht vorgegebene Verzögerungen ein, etwa bei 393-395 und 426-427; beim "a tempo" (443) greift er das richtige Tempo wieder auf. Das "alla breve" weckt Spannung, die dann in der Koda gelöst wird; das Ritardando bei 491-492 entspricht der Partitur, das der Schlusstakte leider nicht. Ansonsten ist die Koda, wie man sie sich wünscht: nicht zu schnell, mit hörbarem Blech und swingend. Eine überzeugende Aufnahme!  

Die Aufnahme von Acra-Bracha entstand 2010 in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik und ist die erste Aufnahme des Te Deums aus Lateinamerika. Von der Aufführungsdauer her bewegt sie sich im Mittelfeld, in der Nähe von Szell und Klemperer. Der semi-professionelle Chor singt mit Biss und voller Hingabe; nur die dynamische Spannweite ist, durch den kleinen Umfang des Chores bedingt, begrenzt, so dass z.B. ein pp (wie in I, 34 bei "Sanctus") ziemlich laut gerät - dafür aber ist die Transparenz größer als bei den meisten kommerziellen Ausgaben. Die Solisten, Mitglieder des Chores, singen im allgemeinen zuverlässig, aber manchmal geht etwas wirklich daneben, wie etwa bei II, 208-209, wo ein falscher Akkord herauskommt. Bei tieferen Noten mit p hat der Tenor Probleme und klingt seine Stimme gleichsam 'angeraucht'. Anscheinend haben die Hörner leicht abweichende Noten: in IV setzen sie sowohl 275 wie 283 einen halben Takt früher ein. Dass durchschnittliche Tempi nicht gleichbedeutend mit langweilig sein müssen, zeigt die Dirigentin in III, das heftig gesungen wird, und in der Koda, die ein rasantes Accelerando mit kaum Ritardando kennt. Die Einspielung ist eine eindrucksvolle Leistung in einem Land, wo es keine Bruckner-Tradition gibt; aufnahmetechnisch ist sie ausgezeichnet.

 


(Dirigent? José Antonio Sáinz Alfaro?)
El Orfeón Donostiarra
Aufnahmedatum: 
Aufführungsdauer: (nur In te, Domine, speravi) 02'05
Ausgaben: CD: RTVE Música 65103 (2 CD, El Orfeón Donostiarra en su Centenario)
Bem.: Entgegen der Ankündigung von RTVE Música teilt der Pressedienst des Chores mit, man habe niemals das Brucknersche Te Deum gesungen.

(Dirigent?)
(Chor?)
Aufnahmedatum: zwischen 18.9. und 5.10.2003
Aufführungsdauer: (nur 1. Satz)
Ausgaben: CD: Studio B Edition Musica sacra (Festival musica sacra 2003)
Bem.: Die Festival-Website enthält keine genaueren Angaben.

Susana Acra-Brache
Solisten: Mitglieder des Chores
Grupo Vocal Matisses, Orquestra In Art
Aufnahmedatum: 11.4.2010 Live (Santo Domingo, Capilla Regina Angelorum, Dominikanische Republik, Musica Sacra-Konzert)
Aufführungsdauer: *23'01 (06'39, 02'46, 01'32, 06'24, 05'40)
Ausgabe: CD/DVD: Ausgabe des Ensembles bzw. von Musica Sacra (zusammen mit dem Requiem und dem Ave Maria)

Volkmar Andreae
Emmy Loose, Hildegard Rössl-Majdan, Anton Dermota, Gottlob Frick
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Symphoniker
Aufnahmedatum: Frühjahr 1953
Aufführungsdauer: *20'56 (05'58, 02'25, 01'28, 06'06,04'59)
Ausgaben: CD: Music & Arts 1227 (9 CD, inkl. Symphonien 1-9); mp3: Auf der Website der Österreichischen Mediathek: http://www.mediathek.at/staatsvertrag/15.5.1955/...im_Radio/seite4_1/zone_doc_id=1001797.htm

Takashi Asahina
Yasuko Kosaki, Aiko Kohri, Hiroshi Kawakami, Michio Tatara
Tokyo Symphony-Orchestra and Chorus
Aufnahmedatum: 16.03.1991 Live (Tokyo, Orchard Hall, Shibuya)
Aufführungsdauer: *20'59 (06'10, 02'21, 01'31, 05'48, 05'09)
Ausgaben: Canyon Classics 126 (2 CD, mit 9. Symph.), Canyon Classics PCCL-00268, Canyon Classics PCCL-00520 (2 CD, mit 9. Symph.)

Keiichi Asai
Kyoto Echo Choir
Aufnahmedatum: 
Aufführungsdauer: (nur Per singulos und In te, Domini, speravi)
Ausgaben: CD: The Golden Ten Years (1980-1989), CD 1

Julius Bächi (Violoncello), Hans Vollenweider
Aufnahmedatum: 1973
Aufführungsdauer: (nur Fragment)
Fassung/Partitur: Bearbeitung eines Fragments aus dem Te Deum unter dem Titel Gebet
Ausgaben: LP: EMI 3 E053-33622 (Musik für Cello und Orgel)

Roland Bader
Elzbieta Towarnicka, Matgorzata Walewska, Jerzy Knetig, Andrzej Biegun
Philharmonischer Chor & Orchester Krakau
Aufnahmedatum: 1994 Live
Aufführungsdauer: (Laserlight, Delta) *21'49 (06'23, 02'24, 01'34, 06'11, 05'17)
Ausgaben: CD: Laserlight 14284, Delta 18 329 (Classical Evolution Vocal Music), Capriccio 49 001 (2 CD, nur 1. Satz Te Deum)

Norbert Balatsch
Wiener Staatsopernchor, Orchester?
Ausgaben: CD: Decca Ovation ...
Bem.: Die Angaben beruhen auf einem Katalog-Irrtum; es handelt sich um die Aufnahme unter Zubin Mehta; Balatsch war Chorleiter des Staatsopernchores.

Daniel Barenboim
Anne Pashley, Birgit Finnilä, Robert Tear, Don Garrard
New Philharmonia Orchestra & Chorus
Aufnahmedatum: 1969
Aufführungsdauer: (Sonderausg.) *22'21 (06'00, 02'52, 01'16, 06'34, 05'39); (EMI-CD) *22'36 (05'59, 02'52, 01'17, 06'32, 05'56)
Ausgaben: LP: EMI/Electrola 1C 037-01991, EMI ASD 2533, EMI C 063 01991, EMI 037-769 259-1, Sonderausgabe Chemie Grünenthal F 65226 (1974?), Angel L 36615; CD: EMI 5 73774-2 (2 CD), EMI 5 85508-2 (2 CD, mit 2. und 3. Messe u. Motetten unter Pitz)

Daniel Barenboim
Jessye Norman, Yvonne Minton, David Rendall, Samuel Ramey
Chicago Symphony Orchestra & Chorus
Aufnahmedatum: 26.3.1981 Live (Chicago, Orchestra Hall)
Aufführungsdauer: **21'46 (05'53, 02'48, 01'17, 06'18, 05'30)
Ausgaben: mp3: Luna LU-1023 (Download von Opera-Club.net, 3 CD)
Bem.: Die Klangqualität der Luna-Ausgabe ist unbefriedigend.

Daniel Barenboim
Jessye Norman, Yvonne Minton, David Rendall, Samuel Ramey
Chicago Symphony Orchestra & Chorus
Aufnahmedatum: 28.3.1981
Aufführungsdauer: *22'17 (06'06, 02'48, 01'19, 06'27, 05'37)
Ausgaben: LP: DG 2741 007 (2 LP), DG 410 650-1, DG 415 000-1 (2 LP); CD: DG 435 068 (mit 1. Symphonie), DG 435 068-2, DG 429 025-2 (GA 10 CD), DG Eloquence 463 271-2 (mit 9. Symphonie)

Daniel Barenboim
Dorothea Röschmann, Elina Garança, Klaus-Florian Vogt, René Pape
Konzertverein Wiener Staatsopernchor, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 26.7.2010 Live (Salzburger Festspiele, Eröffnungskonzert; Großes Festspielhaus)
Aufführungsdauer: **22'11 (06'26, 02'38, 01'23, 06'05, 05'39)
Ausgaben: DVD: Major 706808, Major (Blu-ray) 706904 (zus. mit Beethoven, 4. KLavierkonzert und Boulez, Notations)

Matthias Beckert
Karin Neubauer, Barbara Bräckelmann, Robert Morvai, Philipp Meierhöfer
Ökumenischer Hochschulchor, Mainphilharmonie Würzburg
Aufnahmedatum: 2/2007 Live (Würzburg, Neubaukirche)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (Lobgesang - Te Deum, 2 CD)

Sergio Berlioz
María Nohemí Loza Merino, Maria Lourdes Fraga Ramirez, José Luis Papalotzi Arenas, Luis Fernando Alfaro Meneses
El Coro y la Orquesta Sinfónica del Conservatorio de Música del Estado de Puebla
Aufnahmedatum: 25.3.2010 Live (Teatro de la Ciudad)
Aufführungsdauer: *20'13 (05'36, 02'29, 01'21, 05'23, 05'24)
Ausgaben: Video: YouTube

Lorenzo Bernardi
Lilli Schildkraut, Eva Schultze, Jakob Beier, Werner Hochmann
Leipziger Bach-Festival Orchester und Chor
Aufnahmedatum: ca. 1969? (© 1970)
Aufführungsdauer: *22'19 (06'29, 02'47, 01'33, 06'28, 05'02)
Ausgaben: LP: Orion 1369; CD: Orion LAN 0187, Orion Master Recordings LAN0446/47 (2 CD, zus. mit Mahler 8) 

Matthew Best
Joan Rodgers, Catherine Wyn-Rogers, Keith Lewis, Alastair Miles
Corydon Singers & Orchestra, James O'Donnell (Orgel)
Aufnahmedatum: 2/1993
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *23'04 (06'28, 02'54, 01'33, 06'53, 05'16)
Ausgaben: Hyperion CDA66650, Hyperion CDS44071/3 (3 CD), Hyperion HYP650 (zus. mit Messe Nr. 1) ; mp3 CD: RMG Records Bruckner CD 2 (Symphonien 7-9, unter Böhm und E. Jochum, Te Deum, Messe Nr. 1 und Requiem (Best), Messe Nr. 3 Rilling))

Andreas Bollendorf
Katja Bordner, Franziska Hane, Andrea Shin, Jaroslaw Sielicki
Knabenkantorei, Mädchenkantorei, Domchor St. Paulus, Kourion-Orchester Münster, Thomas Schmitz (Orgel)
Aufnahmedatum: 27.10.2007 Live (Münster, St. Paulus-Dom)
CD: Ausgabe des Domes (?) (Chorkonzert anlässlich des 60. Jahrestages der Neugründung des Domchores)

Herbert Bolterauer
Barbara Fink, Elisabeth Weber, Andrejus Kalinovas, Julian Kampusch
Kantorei Mariahilf, Franziskuskantorei, Vokalensemble tonus, Grazer Instrumentalisten
Aufnahmedatum: 29.5.2011 Live (Graz, Pfarrkirche Mariahilf)
Aufführungsdauer: *21'59 (06'08, 02'37, 01'27, 05'57, 05'50)
Ausgaben: Video: YouTube

Günther Brennich
Marie-Noëlle Cros, Sacha Hatala, Patrick Garayt, Philippe Desandre
Chorales franco-allemandes de Berlin, Lyon, Munich, Paris, Chorale Inter-Universitaire de Varsovie, Orchestre Symphonique des Jeunes de la Ville de Bonn, Pierre Pincemaille (Orgel)
Aufnahmedatum: 5.6.2001 Live (Kathedrale St. Denis; 30e anniversaire de la Chorale Franco-Allemande de Paris)
Aufführungsdauer: *22'40 (06'41, 02'54; 01'29; 06'16; 05'20)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Deutsch-Französischen Chores Paris - Sound Records SR 1010605 (2 CD)

Christoph Broer
Chor und Jugendkantorei der Johanneskirche (Crailsheim)
Aufnahmedatum:
Aufführungsdauer: (Fragment)
CD: Ausgabe des Chores (Musik aus der Johanneskirche Crailsheim)

Matthias Büchel
Jeannette van Dijck, Gertraude Schretter (-Petersieck), Theo Altmeyer, Theo Adam
Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh, Nordwestdeutsche Philharmonie
Aufnahmedatum: 24.10.1965? (vermutlich Live)
Aufführungsdauer: *21'35 (06'03, 02'14, 01'29, 05'43, 06'06)
Ausgaben: LP: Parnass 606 42-P9  

Sergiu Celibidache
Margaret Price, Christel Borchers, Claes Haakon Ahnsjö, Karl Helm
Chor der Münchner Philharmonie, Mitgl. des Münchner Bach-Chors, Münchner Philharmoniker, Elmar Schloter (Orgel)
Aufnahmedatum: 1.7.1982 Live (München, Lukaskirche)
Fassung: 1883/84, Ed. Peters
Aufführungsdauer: *31'42 (09'36, 03'31, 02'14, 09'00, 07'21)
Ausgaben: CD: EMI 5 56695 2 (2 CD, zusammen mit Symphonie Nr. 7), EMI 5 56688 2 (12 CD-Box), EMI TOCE-9801/12 (12 CD-Box), EMI TOCE-9900/1 (2 CD, zus. mit 7. Symph.), EMI TOCE-11617/8 (2 CD, zus. mit 7. Symph.)

Perrti Eerola
Aulikki Eerola, Eeva-Liisa Saarinen, Peter Lindroos, Martti Wallen
Johanneksen Kamarikuoro, Johanneksen Kamariorkesteri
Aufnahmedatum: 2002
Aufführungsdauer: 22'25
Ausgaben: Fuga 9155 (Te Deum, 2 CD)

Theodor Egel
Gilah Yaron, Marga Höffgen, Siegfried Jerusalem, Boris Carmeli
Freiburger Bachchor, Mitglieder des Cäcilienvereins Frankfurt, Sinfonieorchester des Südwestfunks
Aufnahmedatum: ca. 1980
Aufführungsdauer: *24'23 (07'08, 02'35, 01'39, 06'36, 06'25)
Ausgaben: LP: SWF 64/65 (2 LP, zus. mit der 3. Messe)

Andreas Fischer
Christine Wolff, Katja Pieweck, Michael Gehrke, Yorck Felix Speer
Kantorei der St. Katharinen-Kirche Hamburg, Hamburger Camerata
Aufnahmedatum: 23.11.2002 Live (Hamburg, Hauptkirche St. Katharinen)
Aufführungsdauer: (nur In te, Domine, speravi)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (2 CD)

Karl Forster
Agnes Giebel, Marga Höffgen, Josef Traxel, Gottlob Frick
Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin, Berliner Philharmoniker
Aufnahmedatum: 24./29.6+1.7.1956 (Katalog Gray: 24.6.1956)
Aufführungsdauer: *21'43 (05'59, 02'34, 01'28, 05'53, 05'49)
Ausgaben: LP: HMV WCLP 530 (mit Messe Nr. 2), HMV ALP 1567, Electrola (Odeon) E 80010 (mit 2. Messe), EMI C 047 01142 M; CD: EMI CDH 5 65202 2, EMI 555-565 202-2, Beulah 1PD79 (mit 2. Messe), Hamburger Archiv für Gesangkunst, Joseph Traxel Edition vol. 4 (3 CD, mit u.a. 3. Messe), Collection Le Monde de la musique sacrée vol. 12 (2 CD, zus. mit 2. Messe unter Forster u. 3. Messe unter Grossmann) 

Johannes Fuchs
Hildegard Behrens, Naoko Ihara, Dieter Ellenbeck, Peter Lagger
Kammerchor Zürich, Tonhalle-Orchester Zürich 
Aufnahmedatum: 5.12.1976 Live (Zürich, Tonhalle)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: LP Adagio/Orell Füssli QS PH 918 (2 LP, zus. mit Messe Nr. 3 und Os justi)

Felix Gatz
Emy von Stetten, Julia-Lotte Stern, Carl Jöken, Theodor Hess van der Wyk
Bruckner-Chor, Mitglieder der Staatskapelle Berlin
Aufnahmedatum: 19.12.1927 (laut Odeon-Aufnahme-Buch); 26.3.1928 (Katalog Michael Gray)
Aufführungsdauer: (Odeon 6572) (nur: Te Deum laudamus + Salvum fac populuum, 1. Teil) *03'46 + *03'53
Ausgaben: 78: Decca 25159, Odeon O 6572, Odeon 170059, Parlaphone E 10710, Parlaphone A 5006 (Matrix XXB 7901+7902?)
Bem.: Der Vorname der Sopran-Solistin wird manchmal auch als „Emmi" buchstabiert; Riemens/Kutschera und auch andere Nachschlagewerke geben Emy an.

Bernhard Gfrerer
Siglinde Damisch, Barbara Malkus, Bernhard Berchthold, Alfred Burgstaller
Basilikachor St. Ulrich und Afra, Mozartchor Salzburg, Salzburger Sinfonieorchester
Aufnahmedatum: 10.10.1999 Live (Augsburg, Basilika St. Ulrich und Afra; Konzert aus Anlass der 525-jährigen Grundsteinlegung der Basilika St. Ulrich und Afra)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Osvaldo Guidotti
Patrizia Polia, Carla Paryla, Carlo Putelli, Antonio Mameli
Coro Polifonico ARAMUS, Schola Cantorum Santa Maria degli Angeli/Orchestra Musica in Corso, Gianluca Libertucci (Orgel)
Aufnahmedatum: 30.12.1999 Live (Rom, Basilica di Santa Maria degli Angeli)
Aufführungsdauer: *23'37 (06'21, 02'41, 01'36, 06'20, 06'39)
Ausgaben: CD: ARAMus 003

Enoch zu Guttenberg
Angela Maria Blasi, Petra Lang, Herbert Lippert, Franz-Josef Selig
Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn, Tschechische Staatsphilharmonie Brünn
Aufnahmedatum: 27.4/1.5.1995
Aufführungsdauer: *22'05 (06'18, 02'32, 01'30, 06'34, 05'11)
Ausgaben: CD: Sony SK 62 278

Bernard Haitink
Elly Ameling, Ann Reynolds, Horst Hoffmann, Guus Hoekman
Chor des Niederländischen Rundfunks, Concertgebouw Orchester
Aufnahmedatum: 19./20.9.1966
Aufführungsdauer: *22'07 (06'22, 02'33. 01'34, 06'17, 05'21)
Ausgaben: LP: Philips 802 759/60 AY (2 LP), Philips A 02759/60 L, Philips 6570 391, Philips 6725 021, Philips 7655 021; CD: Philips 462 942-2 (4 CD), Philips 462 943-2 (2 CD, mit 8. Symph.)

Bernard Haitink
Karita Matilla, Susanne Mentzer, Vinson Cole, Robert Holl
Chor des Bayerischen Rundfunks, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 12/1988 (oder: 3/5.1988?)
Aufführungsdauer: *23'27 (06'29, 02'39, 01'35, 07'06, 05'38)
Ausgaben: Philips 422 342-2 (2 CD, zus. mit 5. Symph.), Philips 473 886 (2 CD, + Symph. Nr. 1 u. 9)

Bernard Haitink
Krassimira Stoyanova, Yvonne Naef, Christoph Strehl, Günther Groissböck
Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Aufnahmedatum: 12.11.2010 Live (München, Philharmonie im Gasteig)
Aufführungsdauer: **x (06'34, 02'41, 01'37, 06'41, 05'44)
Ausgaben: CD: House of Opera CD84631 (zus. mit 9. Symphonie, 2 CD)  

Hans Hausreither
Cornelia Hosp-Horak, Elisabeth Lang, Kurt Azesberger, Robert Holzer
Chor des Borg, Chor der RPA Wien, Instrumentalensemble
Aufnahmedatum: 6/1996 Live
Aufführungsdauer: *21'42 (05'57, 02'53, 01'22, 06'00, 05'30)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Borg
Bem.: Live-Schulchoraufführung

Wolfgang Helbich
Judith Wieland, Gabriele Schreckenbach, Arthur Janzen, Phillip Langshaw
Bremer Domchor, Bach-Orchester Bremen
Aufnahmedatum: 19.4.1981 Live (Bremen, Sankt-Petri-Domkirche)
Aufführungsdauer: *23'06 (06'22, 02'35, 01'28, 06'31, 06'10)
Ausgaben: LP: MD+G J 1064/65 (2 LP)

Thomas Hennig
Dionysia-Niovi Klavdianou, Rita Kapfhammer, Wolfgang B Meyer, Haakon Schaub
Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau, Berliner Oratorienchor, Hard-Chor E.L.L.A.
Preußisches Kammerorchester
Aufnahmedatum: 11.11.2012 Live (Berlin, Philharmonie)
Ausgaben: DVD: Ausgabe des Chores (zus. mit Psalm 150 u. 3. Messe)(nur chorintern) 

Klaus Hoffmann
Nelly Palmer, Gudrun Heller, Daniel Schreiber, Mathias Mann
Chor und Orchester des Max-Slevogt-Gymnasium Landau
Aufnahmedatum: 30.1.2005 Live (Landau, Stiftskirche)
Aufführungsdauer: *24'23 (06'50, 03'03, 01'33, 07'03, 05'54)
Ausgaben: CD: eigene Ausgabe der Schule
Bem.: Aus dem CD-Beiheft ist nicht klar ersichtlich, welcher der drei erwähnten Dirigenten welches Werk dirigiert, aber aus einer Zeitungsrezension geht hervor, dass Hoffmann das Te Deum dirigiert hat.

Heinz Anton Höhnen
Ludmilla Vernerová, Pawla Vykoalová, Tomas Cerni, Ladislav Mlejnek
Bach Chor Koblenz, Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler; Prager Philharmoniker KSO
Aufnahmedatum: 30.10.1999 Live (Koblenz, Rhein-Mosel Halle)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe des Kammerchores (2 CD, Musik der Romantik)

Walter Hornsteiner
Kari Lövaas, Giuseppina Simone, Horst Laubenthal, Theo Adam
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Radio-Symphonieorchester Ljubljana, Toni Glas (Orgel)
Aufnahmedatum: 3.7.1992 Live (Passau, Dom St. Stephan)
Aufführungsdauer: *28'05 (08'03, 03'07, 01'51, 07'44, 07'20
Ausgaben: CD: Symicon SY 109 (2 CD, u.a. mit 9. Symph.)
Bem.: Ausgabe anlässlich 40 Jahre Festspiele Europäische Wochen Passau

Raimund Hug
Christiane Baumann, Kathrin Hildebrandt, Christian Elsner, Dariusz Niemirowicz
Freiburger Domchor, Philharmonisches Orchester Freiburg, Gerhard Gnann (Orgel)
Aufnahmedatum: 8.12.2002 Live (Münsterkonzert zum 175-jährigen Jubiläum der Erzdiözese Freiburg)
Aufführungsdauer: *26'29 (07'30, 02'59, 01'45, 07'43, 06'32)
Ausgaben: CD: Ausgabe der Freiburger Kathedralmusik

Werner Hümmeke
Ingrid Schmithüsen, Eike Tiedemann, Markus Schäfer, Andreas Macco
Universitätschor Bielefeld, Oratorienchor Münster, Orchester?
Aufnahmedatum: 1/2002 Live
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe der Universität Bielefeld

Konstantin Iliev
Valeri Popova, Hristina Angelakova, Martin Iliev, Dimitar Stanchev
National Philharmonic Choir, Sofia Philharmonic Orchestra
Aufnahmedatum: 1984 Live
Aufführungsdauer: *21'51 (06'10, 02'43, 01'28, 06'05, 05'25)
Ausgaben: mp3 (diverse Anbieter, u.a. Amazon.com)
Bem.: Unbekannt ist, ob die Aufnahme bereits früher auf einer bulgarischen LP oder CD erschienen ist.

Antonio Janigro
Margherita Rinaldi, Elena Zilio, John Serge, Teodoro Rovetta
Orchestra dell'Angelicum, Coro Polifonico Italiano
Aufnahmedatum: 10/1965 (Mailand, Chiesa S. Angelo)
Aufführungsdauer: *18'56 (05'45, 02'21, 01'15, 05'22, 04'13)
Ausgaben: LP: Angelicum LPA 5989, Angelicum STA 8989, Ars Nova VST 6132, Musical Heritage Society MHS 1552

Eugen Jochum
Maud Cunitz, Gertrude Pitzinger, Lorenz Fehenberger, Georg Hann
Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Aufnahmedatum: 24./26.7.1950 (Lovallo: ca. 1948)
Aufführungsdauer: (fr) *22'19 (05'58, 02'56, 01'22, 06'23, 05'40)
Ausgaben: 78: Polydor 72020-1, Decca DXE 109 (2 LP, zus. mit 8. Symph.); LP: DG 16002, DG LPE 17 155, DG LPM 18247/8; CD: Forgotten Records fr 227/8 (2 CD, zus. mit der 7. Symphonie 1952).
Bem.: Die genauen Angaben zum Aufnahmedatum stammen von DGG Hamburg. - Die CD-Ausgabe von Forgotten Records kann man bestellen unter forgottenrecords.com. 

Eugen Jochum
Annelies Kupper, Ruth Siewert, Lorenz Fehenberger, Kim Borg
Chor u. Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Aufnahmedatum: 14.5.1954 Live (München, Deutsches Museum)
Aufführungsdauer: *21'40 (05'47, 02'42, 01'23, 06'11, 05'37)
Ausgaben: Orfeo d'Or C195 892 H (2 CD)

Eugen Jochum
Maria Stader, Sieglinde Wagner, Ernst Haefliger, Peter Lagger
Chor der Deutschen Oper Berlin, Berliner Philharmoniker, Wolfgang Meyer (Orgel)
Aufnahmedatum: 22.6+1.-2.7/1965 (Booklet: 28.6/ 2.7.1965)
Aufführungsdauer: *21'44 (05'56, 02'45, 01'24, 05'57, 05'42)
Ausgaben: LP: DG 139117/8 (2 LP, mit 9. Symph.), DG 2707 024 (2 LP, mit 9. Symph.), DG 2720 054 (5 LP), DG 2727 011 (2 LP), DG 139117/8 (2 LP), DG 139399, Ex Libris XL 172610 (GA, zus. mit 9 Symphonien, 8 Motetten, u. 150. Psalm, 14 LP); CD: DG 423 127-2 (4 CD), DG 413 603, DG 457 743-2, DG POCG-3511/4 (4 CD), DG POCG-30117

Eugen Jochum
Kari Lövaas, Marga Schiml, Wieslav Ochman, Kurt Moll
Wiener Jeuness-Chor, Bruckner Orchester Linz
Aufnahmedatum: 1972/73
Aufnahnmedauer: nur In te Domine, speravi (Takt 372-513)
Ausgaben: Videofilm Das Leben Anton Bruckners (1974) von Hans Conrad Fischer (Hänssler Verlag, Neuhausen/Stuttgart o.J.)

Eugen Jochum
Edith Mathis, Marga Schiml, Wieslaw Ochman, Carl Ridderbusch
Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Elmar Schloter (Orgel)
Aufnahmedatum: 2.7.1972 Live (Ottobeuren, Reichsabtei)
Aufführungsdauer: (Fragment des Non confundar) 00'37
Ausgaben: CD: TR Verlagsunion 35009 (Kaisers Konzertführer 9: Bruckner Symphonie Nr. 7)

Eugen Jochum
Helen Donath, Hanna Schwarz, Thomas Moser, Robert Holl
Chor der St. Hedwigs-Kathedrale, Berliner Philharmoniker
Aufnahmedatum: 28.11.1977 Live (Berlin)
Aufführungsdauer: *21'54 (06'03, 02'40, 01'27, 05'58, 05'36
Ausgaben: CD: Sardana sacd-182/3 (2 CD, mit der 8. Symph.), Cult of Classical Music COCOM 1023 (4 CD, mit u.a. 3. u. 8. Symph.)

Thekla Jonathal
Ilse-Christine Otto, Uta Grunewald, Michael Connaire, Matthias Lüderitz
Hamburger Oratorienchor, Hamburger Symphoniker
Aufnahmedatum: 3.3.2013 Live (Hamburg, Laeiszhalle, Großer Saal)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (nur chorintern?)

Barbara Jones
Diana Mc Vey, Martha Remington, Ray Bauwens, Tom Melander
Stow Festival Chorus, Sounds of Stow Orchestra
Aufnahmedatum: 20.11.2005 Live
Ausgaben: CD: Ausgabe des Stow Festivals (Sounds of Stow)

Herbert von Karajan
Rita Streich, Dagmar Hermann, Ernst Häfliger, Hans Braun
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Symphoniker
Aufnahmedatum: 29.9.1952 Live (Perugia)
Aufführungsdauer: (Arkadia) *24'50 (06'40, 02'54, 01'42, 06'55, 06'39)
Ausgaben: LP: Melodram DSM B01 (3 LP); CD: Arkadia CDGI 705.2 (2 CD, mit 8. Symph., Pool GI 705 (id.), Hunt CD 705 (id.), Urania URN22.210, Archipel ARPCD 0259, Membran 401122222 2107 (4 CD) 

Herbert von Karajan
Leontyne Price, Hilde Rössl-Majdan, Fritz Wunderlich, Walter Berry
Singverein Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 24.8.1960 Live (Salzburg, Großes Festspielhaus)
Aufführungsdauer: *24'40 (06'41, 02'39, 01'43, 06'36, 07'01)
Ausgaben: CD: EMI 5 66880 2 (2 CD, mit Verdi, Requiem), EMI TOCE-9923/24 (idem), Hänssler Profil PH 13007 (Anton Bruckner - The Collection, 20 CD, vol. 13)
 

Herbert von Karajan
Wilma Lipp, Elisabeth Höngen, Nicolai Gedda, Walter Kreppel
Singverein Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Philharmoniker; Josef Nebois (Orgel)
Aufnahmedatum: 26.5.1962 Live (Wien, Großer Saal des Musikvereins)
Aufführungsdauer: **22'11 (06'03, 02'25, 01'27, 06'06, 06'10)
Ausgaben: CD: Vibrato VHL93

Herbert von Karajan
Edith Mathis, Joanna Simon, Horst Laubenthal, José van Dam
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 30.7.1972 Live (Salzburg, Großes Festspielhaus)
Aufführungsdauer: *24'18 (06'42, 02'35, 01'43, 06'36, 06'42)
Ausgaben: CD: Andante 2060 (3 CD, zusammen mit u.a. 5. Symphonie)
Bem.: Der eigentliche Name von Horst Laubenthal ist Rüdiger Neumann.

Herbert von Karajan
Helen Donath, Anna Reynolds, Peter Schreier, José van Dam
Singverein der gesellschaft der Musikfreunde Wien, Berliner Philharmoniker
Aufnahmedatum: 21.6.1974 Live (Wien, Großer Saal des Musikvereins)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Dream Music SR-70129, Dream Music SR-80109W (2 CD), World Music Express WME-S-1250

Herbert von Karajan
Anna Tomowa-Sintow, Agnes Baltsa, Peter Schreier, José van Dam
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Berliner Philharmoniker, Rudolf Scholz (Orgel)
Aufnahmedatum: 26.+29.9.1975
Aufführungszeit: *24'56 (06'51, 02'39, 01'43, 06'43, 07'00)
Ausgaben: LP: DG 2530 704; CD: DG 453 091-2; DVD: DG Unitel 0734395

Herbert von Karajan
Anna Tomowa-Sintow, Agnes Baltsa, Werner Krenn, José van Dam
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Berliner Philharmoniker
Aufnahmedatum: 15.11.1976 Live (New York, Carnegie Hall - Nordamerika-Tournee)
Aufführungsdauer: *24'18 (06'35, 02'27, 01'43, 06'27, 07'06)
Ausgaben: CD: Disco Archivia 1016, Premiereopera Italy 19382
Bem.: Die CD-Rs des Labels Disco Archivia repräsentieren durch manchmal fehlende Informationen über die Interpreten und sogar Titel der einzelnen Werke, durch fehlendes Label-Etikett und fehlendes Cover die primitivste Stufe einer Piraten-Ausgabe. Oft fehlen Tracks für die einzelnen Sätze; manchmal segeln die Aufnahmen unter falscher Flagge und stimmt weder der Name des Orchesters und/oder der des Dirigenten noch das Aufführungsdatum bzw. -jahr! Für genaue Angaben i.b.a. den Aufnahmeort vgl. www.karajan.org. In-audience-Aufnahme

Herbert von Karajan
Anna Tomowa-Sintow, Agnes Baltsa, David Rendall, José van Dam
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 8.5.1978 Live (Wien, Musikvereinssaal)
Aufführungsdauer: *24'19 (06'48, 02'48, 01'45, 06'58, 06'51)
Ausgaben: Video: Unitel-DG 072-137-3; Laser-Disc: Unitel-DG 072 137-1, Unitel-DG POLG-1024; DVD: Unitel-DG 073 439-5, Unitel-DG UCBG-1053, DG-Unitel UCBG-1243/4 (2 DVD), DG-Unitel UCBG-9079/90 (12 DVD), Unitel-DG POLG-9113
Bem.: Für das genaue Datum des Konzertes s. http://www.karajan.org.

Herbert von Karajan
Janet Perry, Helga Müller-Molinari, Gösta Winbergh, Alexander Malta
WPO/Wiener Singverein
Aufnahmedatum: 22.9.1984
Aufführungszeit: *25'58 (07'08, 02'51, 01'45, 07'04, 07'10)
Ausgaben: CD: DG 410 521-2 (2 CD), DG 429 980-2

Herbert Kegel
Eva Andor, Annelies Burmeister, Eberhard Büchner, Siegfried Vogel
Rundfunkchor und Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig
Aufnahmedatum: 3.4.1979
Aufführungsdauer: *22'28 (05'52, 02'44, 01'26, 06'34, 05'52)
Ausgaben: CD: Pilz 44 2065-2

Otto Klemperer
Heather Harper, Janet Baker, Richard Lewis, Marian Nowakowski
BBC Symphony Orchestra & Chorus
Aufnahmedatum: 12.1.1961
Aufführungsdauer: (MEL) *22'54 (06'48, 02'35, 01'40, 06'23, 05'28), (SBT) *23'18 (07'01, 02'37, 01'42, 06'28, 05'30)
Ausgaben: LP: Melodram MEL 214 (2 LP, mit Messe Nr. 3 unter Celibidache); CD: Testament SBT 1354 (mit 6. Symph.) 

Michel König
Ingrid Haselberger, Martina Steffl-Holzbauer, Alexander Kaimbacher, Johannes Gisser
Universitätschor Innsbruck, Chor der Wirtschaftsuniversität Wien, Universitätsorchester Collegium Musicum Innsbruck
Aufnahmedatum: 20.6.2004 Live (Congress Innsbruck, Saal Tirol)
Aufführungsdauer: *21'52 (06'11, 02'39, 01'28, 06'13, 05'21)
Ausgaben: CD: Ausgabe der Universität (10 Jahre Universitätschor Innsbruck)
Bem.: Es gibt auch eine chorinterne Ausgabe, Sommerkonzert 2004.

Roswitha Krahwinkel
Annelie Ewald-Bouillon, Ingrid Müglich, Bernhard Schneider, Heinz Jungbluth
Matthäus-Kantorei Hürth
Aufnahmedatum: 4.11.1990 Live (Alt-Hürth, Pfarrkirche Sankt Katharina)
Aufführungsdauer: *22'09 (05'51, 02'34, 01'22, 05'41, 06'41)
Ausgaben: Kass.: Ausgabe des Chores

Clemens Krauss
Trude Eipperle, Elena Nicolaidi, Julius Patzak, Georg Hann
Chor der Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 1951 (?)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: ?
Bem.: Als Aufnahmedatum gibt eine Patzak-Diskografie im Internet 1944 an; ein Konzert 1951 ist in Wien nicht belegt.

Ernst Kronlachner
Katerina Beranova, Barbara Malkus, Josef Habringer, Albert Pesendorfer
Verstärkter Chor und Orchester der Stadtpfarrkirche Schwanenstadt, Kirchenmusikverein Schwanenstadt
Fassung/Partitur: Nowak
Aufnahmedatum: 21.6.2002 Live (Schwanenstadt, Stadtpfarrkirche)
Aufführungsdauer: *22'44 (06'31, 02'35, 01'34, 06'16, 05'48)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Eberhard Lauer
Solisten?
Chor der Domkirche St. Marien Hamburg, Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des NDR-Sinfonieorchesters
Aufnahmedatum:
Aufführungsdauer: (nur In te, Domine, speravi) 06'31
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (Laudate Dominum. 100 Jahre Chor der Domkirche St. Marien zu Hamburg)

Christian Liebhauser-Karl
Tünde Szaboki, Lydia Vierlinger, Gabriel Lipus, Josef Wagner
Kammerchor Klagenfurt-Wörthersee, Kärntner Sinfonieorchester
Aufnahmedatum: 16.8.2009 Live (Stiftskirche Millstatt, im Rahmen der Millstätter Musikwochen)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores?

Anton Lubchenko
Solisten: unbekannt
Chor: unbekannt, Symphony Orchestra of Academic Opera Theater of Republic Buryatia
Aufnahmedatum: ?
Aufführungsdauer: *24'57 (06'46, 03'05, 01'22, 07'23, 06'21)
Ausgaben: Video: YouTube

Ricardo Luna
Ildiko Raimondi, Lorena Espina, Alexander Kaimbacher, Marcos Fink
Wiener Madrigalchor, Chorvereinigung Schola Cantorum, Symphonieorchester der Wiener Volksoper
Aufnahmedatum: 22.6.2008 Live (Wien, Musikvereinssaal)
Aufführungsdauer: *22'58 (06'24; 02'52; 01'35; 06'41; 05'26)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Wiener Madrigalchors WMCH 024 (nicht im Handel)

Ben Macpherson
Nicole Yonl, Deborah Humble, David Hamilton, Stephen Bermet
Sydney University Musical Society
Aufnahmedatum: 6/1995 Live (Sydney, Town Hall)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe der Universität SUMS 9802 (Bruckner - Sacred Choral Music and Works for Brass and Organ

Emile Martin
Danielle Charpentier, Elisabeth Dillenschneider, Sylvain Deruwe, Mario Haniotis
Les Chanteurs de Saint-Eustache, l'Orchestre lyrique de l'Office de Radiodiffusion-Télévision Française, Christiane de Lisle (Orgel)
Aufnahmedatum: 18.5.1967 Live (Notre Dame de Paris)
Aufführungsdauer: *22'31 (06'21, 02'39, 01'29, 06'19, 05'43)
Ausgaben: LP: Les Chanteurs du Cardinal CDC 2, LPL 1593

Salvador Mas
Marta Mathéu, Gemma Coma-Alabert, Roger Padullés, Xavier Mendoza
Escolania de Montserrat, Capella de Música de Montserrat, Orfeó Català, Orquestra Sinfònica Julia Carbonell de las Terres de Lleida. Théo Flury (Orgel)
Aufnahmedatum: 2010 Live (Kloster Montserrat)
Aufführungsdauer: *27'26 (07'26, 02'55, 01'56, 07'45, 07'24)
Ausgaben: Video: YouTube

Lovro von Matacic
Eika Katanosaka, Yonako Nagano, Kiyoshi Igarashi, Shuishi Takahachi
Kunitachi Music College Chorus, NHK Symphony Orchestra
Aufnahmedatum: 1.10.1968 Live (Tokyo, Kosei Nenkin Hall)
Aufführungsdauer: *21'47 (05'56, 02'47, 01'25, 06'23, 05'16)
Ausgaben: LP: NHK Transcription 170 (2 LP, zus. mit Symph. Nr. 7); CD: House of Opera CD82857 

Zubin Mehta
Judith Blegen, Margarita Lilowa, Claes Haakon Ahnsjö, Peter Meven
Chor der Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker, Josef Boeck (Orgel)
Aufnahmedatum: 15./16.6.1976
Aufführungsdauer: *20'46 (05'43, 02'22, 01'19, 05'40, 05'42)
Ausgaben: LP: Decca SXL 6837, London SLA 1158; CD: Decca Ovation 425 075-2, Philips 455035, King KICC8166
Bem.: Es kursiert auch die Datumangabe 13./15.12.1976

Zubin Mehta
Ildikó Raimondi, Christa Mayer, Jörg Schneider, Robert Holl
Chor der Staatsoper Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden
Aufnahmedatum: 17.3.2008 Live (Dresden, Semperoper)
Aufführungsdauer: **22'02 (06'09, 02'22, 01'24, 05'57, 06'10)
Ausgaben: CD: Dirigent DIR-0002, Fachmann für klassischer [sic] Musik FKM CDR 273 

Robert Mermoud
Lenora Lafayette, Vera Soukupova, Peter Schreier, Franz Crass
Union Chorale et Choeur de Dames de Lausanne, Orchestre de la Suisse Romande
Aufnahmedatum: 14.5.1966 Live (Lausanne, Théâtre de Beaulieu)
Aufführungsdauer: *21:54  (06:13, 02:28, 01:34, 05:53, 05:46)
Ausgaben: LP: Ausgabe des Schweizer Rundfunks LP 30-194
Bem.: Vermutlich nur in sehr begrenzter Auflage erschienen; von John Berky auf eBay erstanden.

Josef Messner
Stephanie Holeschovsky, Fanny Elsta, Lorenz Fehenberger, Georg Hann
Salzburger Domchor, Mozarteum Orchester
Aufnahmedatum: 21.8.1949 Live (Salzburg, Große Aula der Alten Universität)
Aufführungsdauer: *22'55 (06'07, 03'12, 01'19, 06'50, 05'27)
Ausgaben: LP: Festival Recordings FLP-101
Bem.: Die genauen Angaben i.b.a. das Datum stammen von der Internet-Diskografie des Mozarteumorchesters. Manchmal wird als Chor der Chor der Salzburger Festspiele angegeben. 

Charles Münch
Phyllis Curtin, Mary MacKenzie, John Alexander, David Laurent
Harvard Glee Club, Radcliffe Choral Society, Boston Symphony Orchestra
Aufnahmedatum: 30.3.1961 Live (Boston, Symphony Hall)
Aufführungsdauer: *22'54 (06'34, 02'20, 01'44, 07'02, 05'14)
Ausgaben: CD: Disco Archivia 360
Bem.: Die CD-Rs des Labels Disco Archivia repräsentieren durch manchmal fehlende Informationen über die Interpreten und sogar Titel der einzelnen Werke, durch fehlendes Label-Etikett und fehlendes Cover die primitivste Stufe einer Piraten-Ausgabe. Oft fehlen Tracks für die einzelnen Sätze; manchmal segeln die Aufnahmen unter falscher Flagge und stimmt weder der Name des Orchesters und/oder der des Dirigenten noch das Aufführungsdatum bzw. -jahr! Disco Archivia gibt als Aufnahmedatum 4/1962 an, aber anscheinend hat Münch das Te Deum nur einmal, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen am 30.3. und 1.4.1961, in Boston aufgeführt.

Daniel Nazareth
Sona Ghazarian, Jard van Nes, James Wagner, Boris Carmeli
Chor u. Sinfonieorchester des MDR
Aufnahmedatum: 16.10.1993 (Live-Konzert aus Anlass des 15. Jahrestages der Papstwahl von  Johannes Paul II. in der Päpstlichen Audienzhalle, Rom)
Aufführungsdauer: *23'32 (06'25, 02'36, 01'36, 06'30, 06'25)
Ausgaben: CD: mdr 90 023/1+2 CR (2 CD; nicht im Handel erhältlich)

Nielrow
Aufnahmedatum:
Fassung/Partitur: elektronische Version des 1. Satzes
Aufführungsdauer: *05'05
Ausgaben: mp3: Internet

Maria Magdalena Nödl
Maria Brojer, Daniela Treffner, Gerd Jaburek, Bernhard Schuh
Chor Cappella Ars Musica, Kammerchor A. Reiter, Philharmonisches Orchester Ceske Budejovice
Aufnahmedatum: 12.10.2003 Live (Kloster Pfarrkirche Pernegg)
Aufführungsdauer: *20'26 (05'43, 02'36, 01'22, 05'39, 05'06)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Ensembles

Eugene Ormandy
Maria Stader, Helen Vanni, Stanley Kolk, Donald Gramm
Temple University Chorus, Philadelphia Orchestra
Aufnahmedatum: 13.4.1963 (oder: 13.4.1966?)
Aufführungsdauer: *18'30 (05'29, 01'59, 01'20, 04'56, 04'46)
Ausgaben: LP: Columbia M2S2EYE 768, CBS 77222

Erwin Ortner
Ursula Fiedler, Martina Steffl, Christian Bauer, Walter Johannes Fischer
Internationale Chorakademie Krems '96, Niederösterreichisches Kammerorchester
Aufnahmedatum: 13.7.1996 Live (Stiftskirche Melk)
Aufführungsdauer: *22'40 (06'54, 02'44, 01'43, 06'19, 05'29)
Ausgaben: CD: da capo 68.24830

Seiji Ozawa
Genia Kühmeier, Monica Groop, Herbert Lippert, Günther Groisböck
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 19./22.11.2005 Live (Wien, Großer Saal des Musikvereins)
Aufführungsdauer: **22'50 (06'21, 02'24, 01'36, 06'24, 06'05)
Ausgaben: CD: Antec AM 2515
Bem.: Der Antec-Katalog führt unter dieser Nummer und mit denselben Solisten irrtümlicherweise die 3. Messe auf, während Ozawa November 2005 in Wien und in Rom in einem Programm Bruckners Neunte und das Te Deum aufführte; es gibt einen Rundfunkmitschnitt vom 20.11.2005.

François Pantillon
Christa Götze, Liliane Zürcher, Hans-Jürg Rickenbacher, Michel Brodard
Konzerchor Pro Arte Bern, Berner Sinfonie-Orchester
Aufnahmedatum: 25./26.11.2000 Live (Bern, Münster)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: ZB Ton 269

Roberto Paternostro
Barbara Cramm, Monika Walerowicz, Mathias Schulz, Stefan Adam
Philharmonia Chor Stuttgart, Württembergische Philharmonie Reutlingen
Aufnahmedatum: 23.7.2005 Live (Basilika Weingarten)
Aufführungsdauer: *22'55 (06'28, 02'50, 01'36, 06'31, 05'30)
Ausgaben: CD: Antes Edition SCH 3112 (GA, mit Symphonien 0-9, 11 CD), Membran Music 232766 

Emanuele Pedrini
Michaela Remor, Ornella Silvestri, Orfeo Zanetti, Antonio Casagrande
Orchester und Chor Quodlibet (Mogliano Veneto, Italien)
Aufnahmedatum: 17.12.2012 Live (Treviso, Kirche San Nicoló)
Aufführungsdauer: *20'51 (05'52, 02'23, 01'32, 05'41, 05'23)
Ausgaben: Video: YouTube

Wolfgang Peschl
Maria Brojer, Elisabeth lang, Helmut Wildhaber, Claudius Muth
Chor des Landstraßer Gymnasiums, Jugendsinfonieorchester Sachsen-Anhalt, Wolfgang Fritzsche (Orgel)
Aufnahmedatum: 1997 Live (Wien, Großer Musikvereinssaal)
Ausgaben: CD: Label? (Festkonzert Großer Musikvereinssaal Wien)

Rudolf Pohl
Elisabeth Ksoll, Ria Bollen, Alva Tripp, Erich Wenk
Aachener Domchor, Städtisches Orchester Aachen
Aufnahmedatum: 5.10.1975 Live (Aachener Dom, im Rahmen einer Musik im Dom)
Aufführungsdauer: *21'34 (06'21, 02'21, 01'29, 05'57, 05'26)
Ausgaben: LP: Ausgabe des Chores F 665 883/4 (Electrola) (2 LP, zusammen mit Brahms, Ein deutsches Requiem)

P. Altman Pötsch
Ursula Langmayr, Sigrid Mitterbauer, Josef Habringer, Manfred Mitterbaer
Gymnasialchor und -orchester des Stiftsgymnasiums Kremsmünster, Wolfgang Mitterschiffthaler (Orgel)
Aufnahmedatum: 25.3.2001 Live (Kirchberg bei Kremsmünster)
Fassung/Partitur: Die Bläser sind, mit Ausnahme der Posaunen, durch die Orgel ersetzt worden (Bearb. P. Altman Pötsch)
Aufführungsdauer: * 20'45 (06'13, 02'20, 01'31, 05'29, 05'12)
Ausgaben: CD: eigene Ausgabe des Gymnasiums
Bem.: Live-Schulchoraufführung

Ferdinand Preis
Solisten?
Chor und Sinfonieorchester des Pestalozzi-Gymnasiums München
Aufnahmedatum: ?
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe der Schule

Anton Reinthaler
Gabriele Daniel, Lydia Vierlinger, Piotr Beczala, Franz Kalchmair
Tschechischer Philharmonischer Chor, Linzer Domchor, Tschechische Staatsphilharmonie Brünn, Wolfgang Kreuzhuber (Orgel)
Aufnahmedatum: 11.10.1996 Live (Linz, Mariendom)
Aufführungsdauer: *22'31 (06'34, 02'39, 01'39, 06'09, 05'30)
Ausgaben: CD: eigene Ausgabe des Linzer Domchores HaBa 9707

Helmuth Rilling
Pamela Coburn, Ingeborg Danz, Christian Elsner, Franz-Josef Selig
Gächinger Kantorei Stuttgart, Bach-Collegium Stuttgart
Aufnahmedatum: 7./12.9.1996
Aufführungsdauer: *25'18 (07'19, 02'51, 01'45, 07'31, 05'52)
Fassung: 1884
Ausgaben: CD: Hänssler 98.119, Brilliant Classics 92002 (3 CD, zus. mit 1. (Matt), 2. u. 3 Messe und Psalm 150)

Peter Röckl
Charlotte Pistor, Roswitha Müller, Hubert Nettinger, Wolfgang Klose
Chorgemeinschaft Vilsbiburg, Konzertchor Landshut, Landshuter Sinfonieorchester
Aufnahmedatum: 17.11.2001 Live (Vilsbiburg, Aula der Hauptschule)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (chorintern?)

Heinz Rögner
Magdalena Hájossyová, Rosemarie Lang, Peter-Jürgen Schmidt, Hermann-Christian Polster
Rundfunkchor Berlin, RSO Berlin (Ost)
Aufnahmedatum: 9+10.1988
Fassung: 1884
Aufführungsdauer: *23'13 (06'19, 02'27, 01'33, 06'39, 06'15)
Ausgaben: Ars Vivendi 2100 172 (zusammen mit Messe Nr. 2), Berlin Classics 0092482BC (zus. mit Messe Nr. 2), Deutsche Schallplatten TKCC-15039 (mit Messe Nr. 2), ART 18 257-2 (nur Salvum fac), ART 3982-2 (2 CD, nur In te, Domine, speravi) , Berlin Classics BER 184632 (2CD, zus. mit 2. und 3. Messe), Brilliant Classics 94669 (3 Cd, zus. mit Messe Nr. 1 unter Matt und Messe Nr. 2 und 3 unter Rögner) 

Alexander Rumpf
Anja Petersen, Katerina Hebelkova, Daniel Ohlmann, Andrey Valiguras
Ansgari Kantorei, Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester, Johannes von Hoff (Orgel)
Aufnahmedatum: 14.12.2007 Live (Oldenburg, Weser-Ems-Halle)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Theaters

János Sándor
Nichole Annis, Cara Kowalsky, Ken Lavigne, Steven Price
University of Victoria Chorus & Orchestra (Canada)
Aufnahmedatum: 6.4.2002 Live (University Centre Farquhar Auditorium)
Ausgaben: CD: Ausgabe der Universität (Te Deum)

Joop Schets
Hanneke Kaasschieter, Joke de Vin, Frank Fritschy, Han de Vries
Christelijke Oratoriumvereniging Sursum Corda, Randstedelijk Begeleidingsorkest, Aart Bergwerff (Orgel)
Aufnahmedatum: 18.9.1999 Live (Rotterdam, Große oder St. Laurenskirche)
Aufführungsdauer: *20'18 (05'54, 02'27, 01'25, 05'19, 05'13)
Ausgaben: CD: Cantilena BM 2022 A-B (2 CD; chorintern)

Albrecht Schmid
Ingrid Schmithüsen, Ina Jaks, Andreas Weller, Stefan Geyer
Kantorei Blaubeuren, Wiblinger Kantorei, Sinfonietta Tübingen
Aufnahmedatum: 21.5.2000 Live (Esslingen, Stadtkirche St. Dionys)
Aufführungsdauer: *22'22 (06'12, 02'35, 01'25, 06'10, 06'00)
Ausgaben: CD: Wachtmann Musikproduktion 210500 (2 CD)

Thomas Schmidt
Mirella Hagen, Silke Hartstang, Joaquin Asiain, Florian Rosskopp
Neuwieder Konzertchor, Schöneck-Ensemble
Aufnahmedatum: 29.9.2013 Live (Neuwied, Marktkirche)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Theodor Schmitt
Sabine Lahm, Martina Koppelstetter, Bernhard Schneider, Burkhard Heiland
Chor und Orchester der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München
Aufnahmedatum: 28.6.2011 Live (München, Prinzregententheater)
Aufführungsdauer: *26'38 (07'42, 02'54, 01'49, 07'20, 06'53)
Ausgaben: Video: YouTube

Heinz Scholz
Solisten?
Chor und Orchester der Masushino Academia Musicae Tokyo
Aufnahmedatum: 6/1970
Aufführungsdauer: 13'03 (Österreichische Mediathek)
Ausgaben: CD: Ensemble Electronique EE-011CD

Wolfgang Schubert
Jane Marsh, Unni Rugtvedt, Kurt Equiluz, Peter Wimberger
ORF-Chor, Arnold Schönberg-Chor, ORF-Symphonieorchester
Aufnahmedatum: 18.9.1977 (Live Stiftskirche Lilienfeld)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: LP: ORF Records N1773 (Musica Sacra. Kirchenmusiktage Niederösterreich 1977)

Christoph Spengler
Nina Bubach, Marie-Helen Joël, Michael Putsch, Heribert Feckler
Remscheider Mozart-Chor, Staatssymphonieorchester Kaliningrad
Aufnahmedatum: 12.11.2005 Live (Remscheid, St. Suitbertus-Kirche)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Phillip Coleman Spurgeon
Mary Alice Orner, Janice Reichard, Byron C. Gordon, C. Arthur Younkin
Johnstown Symphony Orchestra & Chorus (Pennsylvania)
Aufnahmedatum: 1964 Live
Aufführungsdauer: *20'57 (06'23, 02'16, 01'38, 05'33, 05'07)
Ausgaben: LP: Ausgabe des Orchesters

Royal Stanton
Marilyn Curtis, Wendy Hoggatt, Stephen Janzen, Gerald Fitzsimmons
Schola Cantorum, De Anza College Orchestra, Robert Newton (Orgel)
Aufnahmedatum: unbekannt, zwischen 1964-1982
Aufführungsdauer: *20'55 (05'50, 02'23, 01'28, 05'56, 05'18)
Ausgaben: LP: Ausgabe des Chores/DAC Records SCH 1177 (Schola Cantorum Concert Series)

Markus Stenz
Edith Haller, Elina Zhidkova, Christian Elsner, Roderick Williams
Groot Omroepkoor (Hilversum), Radio Filharmonisch Orkest
Aufnahmedatum: 14.12.2012 Live (Vredenburg Leidsche Rijn), 16.12.2012 Live (Amsterdam, Concertgebouw)
Aufführungsdauer: (16.12.2012) *24'24 (07'28, 02'25, 01'33, 06'56, 06'02)
Ausgaben: Video: Radio 4 Concerthuis, YouTube (14.12.2012); Audio: Radio 4 Concerthuis 

Martin Stephani
Uta Spreckelsen, Heidrun Ankersen, Adalbert Kraus, Kurt Moll
Chor des Musikvereins Bielefeld, Philharmonia Hungarica, Christoph Grohmann (Orgel)
Aufnahmedatum: 2./3.2.1976
Aufführungsdauer: *23'11 (06'18, 02'53, 01'27, 06'28, 06'05)
Ausgaben: LP: Telefunken 6.42037 AW, Telefunken SLA 6187; CD: Teldec 8.44 068 ZS (nur: In te Domine speravi), Warner Apex 8573-89128-2

Klaus Dieter Stolper
Susanne Bork, Gundula Huschka, Juliane Kügel, Esther Marsch, Jutta Erdenkäufer, Christiane Pusch, Cordula Safferling, Charlotte Scheder, Daniela Warter, Jens Peter Bork, Cord Gerold Brandis, Wolfram Hirt, Markus Lutz, Sebastian Raith, Rainer Bartke, Bernhard Joerg, Hannjörg Mengel, Christoph Safferling, Franz Scheder; Annie Gicquel (Klavier)
Aufnahmedatum: 7.10.2003 Live (Nürnberg)
Fassung/Partitur: Entwurfsfassung 1881, Hrsg. Franz Scheder
Aufführungsdauer: *14'26 (05'11, 01'47, 00'47, 04'28, 02'13)
Ausgaben: CD: noris ton, nicht öffentlich käufliche Privatausgabe, nur für Interessenten (zus. mit der 7. Symphonie unter Reinhard Steinberg)
Bem.: Die Aufnahme will einen Eindruck von der Entwurfsfassung 1881 (Handschrift im Stift Kremsmünster) vermitteln. In dieser ist der Chorsatz voll ausgeschrieben, die Orchesterbegleitung aber nur stellenweise angedeutet. Der Herausgeber hat „für experimentelle Aufführungszwecke" eine Klavierbegleitung erstellt, die in Partien, die mit der Endfassung übereinstimmen, auf den Klavierauszug Josef Schalks zurückgreift, an den anderen Stellen aber neu ist. Der Mitschnitt beansprucht nur Dokumentationscharakter.

Balduin Sulzer
Mozart Chor Linz, Ensemble Pro Brass
Aufnahmedatum: 28.1.1997
Fassung/Partitur: Bearbeitung Alfred Lauss
Aufführungsdauer: (nur In te Domine speravi) *03'25
Ausgaben: CD: AtemMusik Records ATMU 97001

George Szell
Judith Raskin, Florence Kopleff, Ernst Haefliger, Thomas Paul
Cleveland Symphony Orchestra & Chorus
Aufnahmedatum: 9.+11.5.1968 Live (Cleveland)
Aufführungsdauer: (AS) *22'58 (06'57, 02'18, 01'41, 06'01, 06'01)
Ausgaben: CD: AS Disc NAS 2507, Documents LV 941

Asai Takashi
Kyoto Echo-Choir, H. Deutsch (Klavier)
Aufnahmedatum: 1990
Aufführungsdauer: (nur Per singulos und In te Domine speravi)
Ausgaben: CD: Brain [sic] BOCD-9004, Columbia GZ-7046
Bem.: Übersetzung aus dem Japanischen von Google 

Klaus Thielitz
Barbara Zechmeister, Daniela Denschlag, Michael König, Jürgen Linn
Rimbacher Singkreis, Camerata Instrumentale Gerhard Koch
Aufnahmedatum: 12/1997?
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: AV-Studio Helmut Buchholz AV 12-97-500 (2 CD, nur chorintern)

Jeffrey Thomas
Arianna Zukerman, Judith Malafronte, Wesley Rogers, James Maddalena
University Chorus, Alumni Chorus, UC Davis Symphony Orchestra
Aufnahmedatum: 14.3.2010 Live (Mondavi Center UC)
Aufführungsdauer: *20'22 (05'24, 02'38, 01'25, 05'55, 05'00)
Ausgaben: Video:Website der Universität, YouTube

Gerhard Track
Maria Droulou, Sally-Anne Russell, Franz Leitner, Markus Pelz
Manfred Schiebel (Orgel)
Chor und Symphonie Orchester des Konservatoriums der Stadt Wien
Aufnahmedatum: 29.4.1996 Live (Wien, Großer Musikvereinssaal)
Aufführungsdauer: *20'54 (05'44, 02'43, 01'25, 05'58, 05'04)
Ausgaben: CD: PMI Records-USA PMI 20105 (Gerhard Track dirigiert Anton Bruckner)

Enrico Trummer
Heidrun Maria Hahn, Susanne Schaeffer, Robert Morvai, Atilla Jun
Stuttgarter Oratorienchor, Sinfonietta Tübingen
Aufnahmedatum: 28.12.2003 Live (Tübingen, Stiftskirche)
Aufführungsdauer: *23'36 (06'38, 02'57, 01'36, 06'54, 05'31)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores (Te Deum)

Heinz Wallberg
Teresa Stich-Randall, Sonja Dracksler, Murray Dickie, Frederick Guthrie
Chor der Jeunesses Musicales, Wiener Nationalorchester (= Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester?)
Aufnahmedatum: 10.5.1965 (Weber: 1967)
Aufführungsdauer: *21'07 (06'08, 02'16, 01'24, 05'43, 05'36)
Ausgaben: LP: Guilde Internationale du Disque/Concert Hall SMS 2442, SMS 2604 (2 LP, mit der 8. Symphonie Bruckners unter Wallberg); CD: Bearac BRC 3260 (2 CD, zus. mit der 8. Symphonie)
Bem.: Der Orchestername ist ein Pseudonym; die großen Wiener Orchester standen unter Vertrag, so dass ein Pseudonym ein Ausweg war, wenn sich ein anderes Label meldete.

Bruno Walter
Elisabeth Schumann, Kerstin Thorborg, Anton Dermota, Alexander Kipnis
Chor der Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 29.6.1937 Live (Paris, Théâtre des Champs-Élysées)
Aufführungsdauer: *19'34 (05'44, 02'07, 01'25, 05'12, 05'06)
Ausgaben: 78: La Voix de son maître 2 LA 2020/5; CD: TOCE 9099, EMI BCD 24, TOCE 9612/4 (3 CD)

Bruno Walter
Frances Yeend, Martha Lipton, David Lloyd, Mark Harrel
Westminster Choir, New York Philharmonic Orchestra
Aufnahmedatum: 7.3.1953
Aufführungszeit: *19'47 (06'09, 02'08, 01'25, 05'12, 04'53)
Ausgaben: LP: Columbia ML6EYE 4980, Philips L 09407-8, CBS 39 651 (3 LP), CBS M3P 39651 (3 LP), CBS 61731, CBS 72317, Melodiya ... (2 LP, zus. mit Beethoven, Symph. Nr. 9); LP/CD (?): Odyssey Y2 35238, CD: Sony SMK 64 480, Sony SX10K 66 248 (10 CD), Sony Classical 92737 (zus. mit 9. Symph.), Sony 5188122 (mit 9. Symph.), Archipel Records ARPCD 0370

Bruno Walter
Hilde Güden, Hilde Zadek, Erich Majkut, Gottlob Frick
Chor der Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 13.11.1955 Live (Wien) (Prentiss: 1971)
Aufführungsdauer: (Nuova Era) *20'17 (06'25, 01'55, 01'27, 05'14, 05'16)
Ausgaben: CD: Enterprise 4209, Nuova Era 2303, Palladio PD4209

Wolfgang Wedel
Liao Pei-Lin, Bettina Spreitz-Rundfeldt, Volker Horn, Josef Becker
Vogtland Philharmonie, Kantorei Alt-Tempelhof
Aufnahmedatum: 2.10.1999 Live (Berlin, Glaubenskirche Tempelhof)
Aufführungsdauer: *25'19 (07'31, 02'43, 01'56, 07'03, 06'06)
Ausgaben: CD: Ausgabe der Kantorei Alt-Tempelhof

Bruno Weil
Silvana Dussmann, Daphne Evangelatos, Lothar Odinius, Ulf Bästlein
Duisburger Sinfoniker, Städtischer Konzertchor Duisburg (Einst.: Guido Knüsel)
Aufnahmedatum: 16./17.10.1996 Live (3. Duisburger Sinfoniekonzert)
Aufführungsdauer: *20'55 (05'54, 02'28, 01'28, 05'41, 05'24)
Ausgaben: CD: Confido 970720 (zus. mit Libera me unter Knüsel)

Franz Welser-Möst
Jane Eaglen, Birgit Remmert, Deon van der Walt, Alfred Muff
Mozart/Chor Linz, London Philharmonic Orchestra
Aufnahmedatum: 10/1995
Aufführungsdauer: *20'43 (05'54, 02'41, 01'26, 05'41, 05'01)
Ausgaben: CD: EMI 5 56168 2, EMI TOCE-55006, LPO Box 0099 (4 CD-Box, 75th Anniversary Edition London Philharmonic Orchestra, vol. 3)

Bernhard Westlund
Vera Adams, Ruth Terry, Thomas Mac Bone, Kay Graves
The Choral Union (Janesville)
Madison String Sinfonia
Aufnahmedatum: 1960 Live
Aufführungsdauer: *21'12 (06'03, 02'21, 01'38, 05'53, 05'17)
Ausgaben: LP: Audio Services LO8L-5491

Friedrich Wolf
Stefanie Wüst, Gabriele Uher-Korn, Michael Kurz, Peter Köves
Chor und Orchester der Chorvereinigung St. Augustin-Wien
Aufnahmedatum: 9.10.2003 Live (Wien, Jesuitenkirche)
Aufführungsdauer: *22'07 (06'29, 02'38, 01'31, 06'07, 05'22)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Kazufumi Yamashita
Kamohara Ayako, Oobayashi Noriko, Akihide Kobayashi, Uno Tetsuya
Tokyo Academische Kapelle (Chor und Orchester)
Aufnahmedatum: 30.5.1993 Live (Tokyo, Orchard Hall Shibuya)
Aufführungsdauer: *24'12 (06'50, 02'28, 01'40, 06'35, 06'39)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Orchesters B-3040/1 (2 CD, zus. mit 9. Symph.)
Bem.: Das Cover nennt weder die Namen der Solisten noch den des Chores; die Namen sind der Website der Kapelle entnommen.

Hazime Yoshio (?)
Asahikawa Philharmonic Chorus
Aufnahmedatum:
Aufführungsdauer: (nur 1. Satz Te Deum)
Ausgaben: CD: Columbia GZ-7067